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Kurze Pause und Kundgebung auf dem Römerberg.
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Kurze Pause und Kundgebung auf dem Römerberg.

Frankfurt

Friedensbewegung stoppt in Frankfurt

Die Friedensbewegung der Naturfreunde stoppt auf der Deutschlandreise in Frankfurt. Mit ihrem Protest wollen sie auf das Versagen in der Friedenspolitik aufmerksam machen.

Mit gutem Schuhwerk, Rucksäcken und Fahnen im Gepäck standen sie auf dem Römerberg. Die Friedensbewegung der Naturfreunde hatte zur gemeinsamen Wanderung und anschließenden Kundgebung eingeladen. Auf der ersten Etappe nahmen knapp 70 Wander:innen teil. Die Etappen nach und um Frankfurt sind Teil einer Friedenswanderung von Hannover bis an den Bodensee, die die Naturfreunde in diesem Jahr angestrebt hat. Gestartet in Bad Homburg, führt die 33. Etappe der Tour 16 Kilometer über Berkersheim bis zum Gravensteiner Platz. Für die letzten Meter bis zum Rathaus nimmt die Gruppe die Straßenbahn – natürlich nur um Kräfte für die abschließende Kundgebung am Römer zu sammeln.

Mit dabei sind der DGB, die Deutsche Friedensgesellschaft, Fridays for Future und viele weitere Organisationen. Zwischen der Bedeutung des Themas Friedens und dem öffentlichen Interesse sei eine große Kluft wahrzunehmen, sagt Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde. „In unserer Welt nimmt die Aufrüstung zu, Deutschland ist vorne dabei. Mit dem Klimawandel erwarten uns neue Kriegsgründe. Unser deutschlandweiter Friedensmarsch ist ein Protest gegen das grundsätzliche Versagen in der Friedenspolitik.“ Kundgebungen im ganzen Land sollen ein Zeichen für die globale Abrüstung setzen.

Der Start der knapp 950 Kilometer langen Wanderung von Norden nach Süden war am 12. Mai. Bis zum 14. Juli soll die nach eigenen Angaben längste Friedensdemonstration Deutschlands Konstanz am Bodensee erreichen. Bei den 55 Etappen können alle Interessierten dabei sein. Müller schätzt, dass bis zu 15 000 Menschen mitwandern werden.

Zum ersten Mal kommen die Naturfreunde so zusammen, wegen Corona musste die für das letzte Jahr geplante Wanderung verschoben werden. Der Bundesvorsitzende Müller versichert, dass weitere Friedensmärsche folgen werden.

Die Mitglieder der Ortsgruppe Egelsbach-Erzhausen wandern die Etappen in ihrer Umgebung mit. Nach Corona sei die Wanderung mit den Naturfreunden nun der erste größere Ausflug seit längerer Zeit. Es gab bereits die ersten Wiedersehen und neue Wanderbegeisterte hat die Gruppe ebenfalls kennengelernt.

Die nächste Wegstrecke ist eine Wanderung durch Frankfurt. Ein historischer Stadtrundgang, eine Filmvorführung zum KZ Katzbach und die Wanderung zum KZ-Außenlager Walldorf stehen auf dem Programm. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat die Schirmherrschaft für den Frankfurter Teil übernommen.

Die nächste Etappe wird die Wanderinnen und Wanderer in Richtung Darmstadt führen. Über Heidelberg geht es weiter in den Schwarzwald. Dann ist es auch nicht mehr weit bis zum Bodensee. (Alina Hanss)

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