Verkehr

Friedberger Landstraße in Frankfurt: Auch in Zukunft viel Verkehr

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Auf der Friedberger Landstraße werden auch zukünftig viele Autos fahren. Zuletzt sind die Stickstoffdioxidwerte allmählich gesunken.

Die Friedberger Landstraße ist eine der meistbefahrenen Straßen in der Stadt. Wie aus der jüngsten Stadtrandzählung von August 2018 hervorgeht, fuhren 26 500 Fahrzeuge am Tag auf Höhe der Vogelsbergstraße in Richtung Innenstadt. Das waren sechs Prozent mehr als bei der vorausgegangenen Zählung im April 2013 (25 000 Fahrzeuge). Die Zahlen teilte Axel Fleischer, Leiter des Referats für Mobilitäts- und Verkehrsplanung, auf Anfrage mit.

Der Verkehr ist Hauptverantwortlicher für die zu hohen Stickstoffdioxidwerte. Die Grenzwerte an der Friedberger Landstraße liegen laut Hessischem Landesamt für Umwelt seit Jahren über den zulässigen 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Gemessen wird an der Messstation Friedberger Landstraße 84, nahe dem Friedberger Platz. Wie aus dem Zehnjahresüberblick (siehe Grafik) hervorgeht, sinkt die Belastung mit Stickstoffdioxid aber kontinuierlich.

Das Verkehrsdezernat unter Stadtrat Klaus Oesterling (SPD) rechnet damit, dass die Grenzwerte in den kommenden Jahren eingehalten werden. Um dieses Ziel zu erreichen, fahren in der Innenstadt nur noch Busse mit Euro-VI-Norm. Außerdem hat die Stadt an der Schönen Aussicht eine Spur markiert, an der Busse an den Autos vorbeifahren. Dies sendet den Autofahrern das Signal, dass sie im öffentlichen Nahverkehr schneller unterwegs wären. Auch fahren die Straßenbahnen der Linien 12 und 18 auf der Friedberger Landstraße. Perspektivisch soll eine Straßenbahn weiter nach Bad Vilbel fahren – dafür wird derzeit eine Potenzialstudie erstellt. Ein weiterer Schritt, um die Zahl der Fahrzeuge zu reduzieren, ist die Bewirtschaftung der Parkplätze in Bornheim. Außerdem will die Stadt dem Radverkehr mehr Platz einräumen. Die Stadtverordneten haben beschlossen, zwischen Friedberger Tor und Mainkai dem motorisierten Verkehr eine Fahrspur in jede Richtung wegzunehmen und die Verkehrsfläche dem Radfahrern zukommen zu lassen.

Perspektivisch wird die Friedberger Landstraße aber hoch belastet bleiben. Die hessische Verkehrsbehörde Hessen Mobil rechnet nach dem Bau des Riederwaldtunnels und dem Ausbau der Autobahn A661 mit 80 000 zusätzlichen Fahrzeugen im Frankfurter Osten, die sich unter anderem auch auf die Friedberger Landstraße verteilen. Zur Entlastung soll die Friedberger Landstraße eine Direktrampe auf die A661 nach Süden erhalten.

Im Zuge der Corona-Krise kommt es überall in Hessen zu Verbesserungen der Luftqualität. Dies kommt auch der Friedberger Landstraße zugute. 

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