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Die jungen Klimaaktivisten bei einer Blockade vor Primark auf der Zeil.

„Fridays For Future“ in Frankfurt 

„Fridays For Future“ wollen Bankenviertel in Frankfurt lahmlegen

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 „Fridays For Future“ rufen zu einem globalen Klimastreik am 24. April auf. ZIel der Demonstrationen sind Finanzinstitute in Frankfurt. Diese seien ein „zentraler Tatort der Klimakrise“, sagt die Bewegung.

  • „Fridays For Future" planen am 24. April den nächsten globalen Klimastreik
  • In Frankfurt wollen sie an dem Tag mit ihren Demonstrationen das Bankenviertel lahmlegen
  • „Fridays For Future" kritisiert vor allem Investitionen der Banken in klimafeindliche Projekte

Frankfurt - Die „Fridays for Future“ haben zu einem neuen globalen Klimastreik am 24. April aufgerufen. Anders als beim letzten großen Protest im September 2019 mit 40.000 Teilnehmenden wird es in diesem Jahr keinen konkreten bundespolitischen Anlass geben. Damals demonstrierten die Aktivistinnen und Aktivisten gegen das Klimapaket der Bundesregierung.

In diesem Jahr wendet sich dieKritik der „Fridays for Future“ in Frankfurt an Finanzinstitute wie Blackrock oder Deutsche Bank. „Wir wollen mit zivilen Ungehorsam die Banken blockieren“, sagte Asuka Kähler, einer der Sprecher von FfF auf der gestrigen Pressekonferenz.

„Fridays for Future“ in Frankfurt: Starke Kritik an Finanzinstituten

Den Finanzsektor in Frankfurt bezeichne die Bewegung in ihrem Aufruf als „zentralen Tatort der Klimakrise“. Die Finanzinstitute investierten Milliarden in menschen- und klimafeindliche Projekte. Auch die Europäische Zentralbank unterstütze mit Milliarden an billigen Krediten die fossile Industrie. Weiter heißt es in ihrem Aufruf, dass die Banken sich jeglicher gesellschaftlicher Kontrolle entzögen, sie „stellen somit eine aktive Gefahr für Demokratie, Klima und Menschenrechte dar“.

„Fridays for Future“ in Frankfurt werfen Banken rücksichtsloses Handeln vor

Programm

Die Sternmärsche beginnen am Südbahnhof, an der Galluswarte, am Merianplatz, am Hülya-Platz, an der FH Frankfurt und am Campus Westend. Sie sollen gegen 12 Uhr an der Alten Oper ankommen.

Die Demonstration soll um 13 Uhr beginnen. „Fridays for Future“ will einmal durch das Bankenviertel ziehen.

Neben Redebeiträgen und Musik soll es weitere Aktionen geben. stn

Dabei machen die Klimaaktivistinnen von Fridays for Future deutlich, welche W ut und Frustration sie gegenüber der vorherrschenden Politik empfinden. „Banken sind Voraussetzung und Werkzeug eines lobbyistischen Systems, das die Grundlagen unserer Demokratie angreift.“ Diese faktische Gleichstellung von wirtschaftlicher und politischer Macht bedeute eine „gefährliche Machtkonzentration in den Händen weniger“. Weil der Lobbyismus so viel Einfluss nehme, könnte die Politik, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, ihre Gesetze durchboxen, sagte Kähler. 

„Fridays for Future“: Klimastreik am 24. April im Bankenviertel in Frankfurt

Welche Forderungen und Alternativen die „Fridays for Future“ anstreben, darauf gaben sie keine konkrete Antwort. „Wir haben in unserer Bewegung dazu unterschiedliche Meinungen“, sagte Kähler. Dennoch gebe es einen Konsens: „Der Kapitalismus gefährdet die Demokratie.“ In der Kritik der Klimaaktivisten steht daher auch der sogenannte grüne Kapitalismus. Dieser sei keine Alternative. „Er wird häufig als Lösung der Probleme propagiert, doch wie unser aktuelles System basiert auch der ‚grüne Kapitalismus‘ auf der Grundidee des unendlichen Wachstums“, sagte Kähler. Und selbst wenn dieses System umweltfreundlich wäre, würde es immer noch auf Ausbeutung basieren.

„Fridays for Future“ in Frankfurt: Weniger Teilnehmer für Klimastreik im April erwartet

Die Planungen für den bereits fünften weltweiten Klimastreik stehen noch am Anfang. Klar ist, dass wieder sechs Sternmärsche aus sechs Stadtteilen zur Alten Oper führen sollen. Die Demonstration soll von 13 Uhr an durch das Bankenviertel ziehen. Sie soll auch dieses Mal in mehrere Blöcke unterteilt sein. Wie diese aussehen, ist noch offen. Ob es noch weitere Aktionen geben wird, ist ebenfalls unklar.

Die Bewegung geht für den24. April von weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Vergleich zum letzten globalen Klimastreik aus. „Damals hatten wir mehr Zeit zum Mobilisieren und mit dem Klimapaket gab es einen konkreten Anlass“, sagte Angelina Fiehl, FfF-Sprecherin. Unterstützt werden die Klimaaktivisten wieder von sozialen Bewegungen wie „Ende Gelände“, „Interventionistische Linke“ und Attac.

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