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Auch gestern waren wieder Hunderte Demonstranten von Fridays for Future in Frankfurt unterwegs.

Demonstration

„Fridays for Future“: Aktivisten wollen Frankfurter Zeil blockieren

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Eine Demo von „Fridays for Future“ in Frankfurt steht im Zeichen des Globalen Aktionstag am Freitag.

Wenn man die Gruppe von jungen Demonstranten beobachtet, sieht man, dass das Zusammenbauen von Bannern, das Einschalten der Mikrofone und das Verteilen von Flyern und Stickern mittlerweile zur Routine geworden ist. Die Klimabewegung „Fridays for Future“, traf sich am Freitag zum 49. Mal in Frankfurt. Zum 49. Mal versuchen hier vor allem junge Leute, mit ihren Demonstrationen die Politik zu einem klimapolitischen Umdenken zu bewegen. Bisher haben sie das eher nicht geschafft. Wenn man die Demonstranten beobachtet und ihnen zuhört, bekommt man das Gefühl, es würde sich Frustration in der Bewegung breitmachen. „Die Lage ist hoffnungslos, aber wir dürfen nicht aufgeben“, sagt ein älterer Herr, der an der Bockenheimer Warte mitdemonstriert.

Das Wetter passt zu der Stimmung. Es ist kalt und nebelig. Trotzdem sind am Freitag rund 200 Demonstranten zum 49. Klimastreik von „Fridays for Future“ gekommen. Unter anderem der 20-jährige Informatik-Student Julius Klinger. „Wir können es einfach nicht mehr akzeptieren, die Politik muss jetzt wach werden“, sagt Klinger zu der momentanen Situation rund um das Klimapaket der großen Koalition. „Ich hoffe, wir können heute noch einmal richtig Werbung für nächste Woche machen“, erzählt er weiter.

„Fridays for Future“: Globaler Aktionstag am 29. November

Dann, am Freitag, 29. November, ist der nächste globale Aktionstag der „Fridays for Future“-Bewegung. Zwar ist der erst in einer Woche, das große Thema war der Aktionstag trotzdem schon an diesem Freitag. Asuka Kähler, 16 Jahre alt und Mitorganisator der Demonstration, erklärt in einer Ansprache, dass man am 29. November an zwei Startpunkten loslaufen werde. Beide Gruppen treffen sich dann auf der Zeil und wollen dort die Geschäfte blockieren. Kähler gibt sich kämpferisch und sagt: „Wir sagen das nicht nur so, wir werden es auch machen!“

Mit der Blockade wollen die Aktivisten eine Botschaft an die Konzerne senden. „Die Wirtschaft baut auf die Zerstörung der Menschheit und der Natur, wir wollen die globalen Produktionsverhältnisse anprangern“, erklärt Kähler in seiner Ansprache.

„Fridays for Future“: Kampf um Klimagerechtigkeit auch in Frankfurt

Neben dem bevorstehenden Aktionstag gibt es ein weiteres Thema, welches vor der eigentlichen Demonstration angesprochen wird: Der Hungerstreik der „Fridays for Future“-Aktivistin Sarah Haenßgen. Die 19-jährige Studentin spricht selbst zu den Demonstranten: „Wir möchten zeigen, dass es uns wirklich ernst ist, deshalb mache ich diesen neuen Schritt im Kampf um Klimagerechtigkeit.“ Haenßgen sagt, ihr Hungerstreik werde eine Woche lang dauern, bis zum „Fridays for Future“-Aktionstag.

Gleichzeitig spricht sie drei Forderungen an die Bundesregierung aus. Als Erstes fordert die Frankfurter Klimaaktivistin eine neue Verhandlung des Klimapakets. Ihre zweite Forderung ist ein politisches Streikrecht für alle. Die dritte und letzte Forderung ist ein Rüstungsembargo der Bundesregierung für die Türkei. Außerdem fordert sie, dass sich die deutsche Regierung mit den „Fri-days for Future“-Gruppen aus Rojava und Chile solidarisieren solle, da diese mit Gewalt unterdrückt würden. Haenßgen wirkt bei ihrer Ansprache wütend und entschlossen.

Auf die Frage, ob ein Hungerstreik das richtige Mittel sei, die eigenen Ziele durchzusetzen, bekommt man hier recht ähnliche Antworten. Julius Klinger sagt: „Man muss natürlich schauen, dass man gesundheitlich in der Verfassung für so etwas ist, dann ist es aber eine Möglichkeit, seine Unzufriedenheit auszudrücken.“ Eine 59-jährige Mutter von „Parents for Future“ findet den Hungerstreik ebenfalls legitim: „Das ist eine Form des zivilen Ungehorsams“, und weiter: „Mich wundert es ehrlich gesagt, dass es erst jetzt dazu gekommen ist.“

„Students for Future“ planen Streik an der Goethe-Universität in Frankfurt

Die Initiative „Students for Future“ ruft ab Montag dazu auf, als Teil der Klimastreikwoche auch den universitären Lehrbetrieb zu bestreiken. Dafür plant sie bis einschließlich Freitag ein alternatives Programm mit Vorträgen zur Klimakrise auf dem Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität, das für alle offen ist. Das Programm: studentsforfutureffm.jimdofree.com (rose)

Zudem sieht sich die Polizei Frankfurt nach einer Demonstration der Fridays for Future schweren Vorwürfen ausgesetzt. Auch die Bewegung selbst hat nun Stellung dazu genommen.

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