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Gewinnerin Andrea Güthge (rechts) mit Sohn Anton (links), Bascha Mika und Franz Mayr.

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Susan Güthge gewinnt Gemälde des langjährigen FR-Herausgebers Gerold

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Andrea Susan Güthge liest seit fast 30 Jahren die FR – nun besitzt sie ein Gemälde des langjährigen FR-Herausgebers Karl Gerold.

Ihr müsst die Leserinnen und Leser näher an euch heranholen.“ Eigentlich war Andrea Susan Güthge am Donnerstag in die Räume der Frankfurter Rundschau gekommen, um ihren Karl Gerold abzuholen. Die langjährige FR-Leserin („Bestimmt seit dem Mittelalter“) hatte das Gemälde des ehemaligen Herausgebers, Verlegers und Chefredakteurs der Frankfurter Rundschau in einem Gewinnspiel dieser Zeitung gewonnen. Stattdessen brachte sie der Redaktion viel Lob und der Chefredaktion einige Ratschläge mit.

FR-Leserinnen und -Leser seien eine enge Gemeinschaft, sagt Güthge, als ihr Chefredakteurin Bascha Mika und Franz Mayr, Vorstand der Karl-Gerold-Stiftung, das 120 mal 80 Zentimeter große Gemälde überreichen. Man müsse diesen Clubcharakter stützen, die Leserschaft eben noch stärker an sich binden. „Warum nicht ‚Freunde der Rundschau‘ gründen, wie es ganz ähnlich auch die Zeit gemacht hat?“, schlägt die Architektin vor.

Starker linksliberaler Geist

In der morgendlichen Redaktionskonferenz hatte sie das Blatt zuvor gelobt: Sie sei jeden Morgen gespannt, wenn sie die Zeitung aus dem Briefkasten hole, sagte Güthge, die seit fast 30 Jahren FR-Abonnentin ist. Sie spüre den linksliberalen Geist nach wie vor, befand die Architektin. „Ich finde sogar, dass er trotz der vielen Besitzerwechsel stärker geworden ist.“

Güthge wurde 1959 in Heidelberg geboren, seit 2000 lebt und arbeitet die Architektin mit ihrer Familie in Schöneck im Main-Kinzig-Kreis. Wie seine Mutter ist auch Anton Güthge, der sie in die Redaktionsräume begleitet, von dem Bild begeistert. „Das kommt nach Darmstadt“, sagt der 20-Jährige, der dort Mathematik und Musik studiert. Seine Mutter lehnt das lachend ab. Sie habe zwar noch keinen festen Platz für das Ölgemälde im Kopf, aber sie sei ja auch Innenarchitektin und werde dieses Problem lösen. Übrigens sei es das erste Gewinnspiel, das sie je gewonnen habe, betont die Schöneckerin.

Am Ende verlässt Andrea Susan Güthge die Räume der Frankfurter Rundschau nicht nur mit einem Gemälde des berühmten Herausgebers, sondern auch mit einem wertvollen Kontakt. Von Franz Mayr hat sie erfahren, dass einer seiner Freunde eine Architektin für den Innenumbau seines Hauses suche. „Wahnsinn“, sagt sie und lacht. „Sogar einen Auftrag habe ich bekommen.“

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