Ganz in Blau: die neue Anlage an der Engelthalerstraße.  
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Ganz in Blau: die neue Anlage an der Engelthalerstraße.  

Eckenheim

Freude über Schulcontainer in Eckenheim

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Die Schüler der Münzenbergerschule in Frankfurt-Eckenheim haben endlich genug Platz für die Betreuung. Und der Unterricht in Kleingruppen läuft auch gut an.

Mitten in der Corona-Krise gab es eine überraschende – und vor allem gute – Nachricht für die Münzenbergerschule in Eckenheim: Die Container zur Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) wurden innerhalb kürzester Zeit bezugsfertig gemacht.

Eine halbe Ewigkeit haben Schulleiterin Iris Braun, die Lehrer, die Eltern und vor allem die Schüler auf die Containeranlage im Innenhof an der Engelthaler Straße gewartet (die FR berichtete). Diese wurde nötig, weil die Räume im Gebäude nicht mehr ausreichten. Ursprünglich sollten sie im Herbst 2018 kommen, dann zum Schuljahr 2019/2020, dann im Herbst 2019. Schließlich kamen sie im November und Dezember des Vorjahres. Dann aber stockte es beim Innenausbau. Die Bauabnahme erfolgte am 21. April.

Iris Braun erinnert sich noch genau. Ein Monat wurde eingeplant für den Einzug, sechs Tage später sollte die Schule erstmals wieder für Schüler geöffnet werden. Doch plötzlich hieß es, dass das Vorderhaus, in dem bislang die Betreuung der Kinder stattfindet, wegen anderer Arbeiten für zwei Wochen geschlossen bleiben müsse.

„Also haben wir Nägel mit Köpfen gemacht“, so Braun. Mithilfe des Hausmeisters und einiger Lehrer, „die sogar extra auf ihre freien Tage verzichtet haben“, wurde der Einzug in eineinhalb Tagen gestemmt, erklärt Braun. Mittwoch und Donnerstag wurde alles vorbereitet, Freitag kamen erste Möbel in die neuen Räume, „um 17 Uhr waren wir fertig“. Iris Braun betont auch die gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Bau und Immobilien, über das sich die Schulgemeinde in dieser langen Geschichte bisher meistens eher geärgert hatte.

Seit dem 4. Mai werden nun drei der fünf Räume für die ESB genutzt. Maximal acht bis neun Kinder können pro Gruppe betreut werden. Richtig losgehen soll es nach den Sommerferien, wenn die Möbel geliefert werden können. „Dann richten wir Themenräume ein“, sagt Iris Braun. Geplant sind unter anderem ein Ruhe- und ein Bewegungsraum sowie ein Atelier.

Der Unterricht läuft derweil, wenn auch unter besonderen Umständen. Aktuell werden nur die vierten Klassen unterrichtet, in jeweils drei Schichten, so dass immer nur fünf bis sieben Kinder gleichzeitig in einem Klassenraum sind. Nach Pfingsten, wird es voller. Dann kommen auch die Klassen eins bis drei zum Unterricht, ebenfalls in Schichten. „Bis jetzt läuft das alles super“, findet Iris Braun. „Ich bin gespannt, wie es wird, wenn die ganz Kleinen da sind.“

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