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Da tanzen sogar die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) (v.li.) freudig.

Freiluftkino Frankfurt

Freiluftkino Frankfurt startet in die Saison

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Die sechste Ausgabe des Freiluftkinos Frankfurts ist diesmal auf der Terrasse des schönen Stadtvilla-Clubs „Le Panther“ in der Innenstadt. Es gibt es auch Art-Haus-Kino und Oscar-Gewinner mit Blick auf Springbrunnen und Park zu bewundern.

Lars Eidinger und Lady Gaga kann man sich ganz nah anschauen. Auf der frisch renovierten Terrasse des schönen Stadtvilla-Clubs „Le Panther“ in der Frankfurter Innenstadt. Okay, leider kann man die beiden weder anfassen noch ihr Parfüm riechen. Aber man kann sie immerhin auf der Leinwand bei der sechsten Ausgabe des Freiluftkinos Frankfurt bewundern. Dort gibt es in diesem Sommer eben Filme wie das deutsche Roadmovie „25 km/h“ mit Lars Eidinger (7. Juli) oder das hochgelobte Hollywood-Drama „A Star is born“ mit Lady Gaga und Bradley Cooper (13. Juli).

Nach fünf Jahren an ungewöhnlichen Orten wie dem Cantate-Saal, dem Areal des zukünftigen Hochhausquartiers Four oder dem Campus Bockenheim haben die Macher des beliebten Freiluftkinos Frankfurt vom 4. Juli bis 4. August jetzt eine neue Open-Air-Kino-Location ausgewählt. Oder besser gesagt: Sie wurden diesmal sogar gefragt. „Die Leute von ‚Le Panther‘ kamen auf uns zu. Sie wollten das Freiluftkino unbedingt bei sich haben“, sagt Daniel Brettschneider. Mit Kino kennt er sich aus.

So ist er auch der Verantwortliche für das Offenbacher Hafenkino. Und zusammen mit der Frankfurter Lichter-Filmfest-Leitung Gregor Maria Schubert und Johanna Süß ist er auch von Anfang an für das Frankfurter Freiluftkino verantwortlich. Das „Le Panther“ befindet sich inmitten der Friedberger Anlage.

Freiluftkino Frankfurt

Die sechste Ausgabe des Freiluftkinos Frankfurt ist diesmal auf der Terrasse des Stadtvilla-Clubs „Le Panther“, Seilerstraße 34, in der Innenstadt.

An den 15 Kinonächten vom 4. Juli bis 4. August- ist der Einlass immer um 19.30 Uhr. Filmbeginn ist dann bei ausreichender Dunkelheit. Bei anhaltendem Regen fällt die Vorstellung aus und wird zeitnah wiederholt.

Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Alle Filme werden in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Es gibt kühle Getränke und Cocktails . Chez Vivi bietet herzhafte bretonischen Galettes sowie süße Crêpes.

Das komplette Programm findet man auf der Facebook-Seite: von freiluftkinofrankfurt. rose

Vier Wochen lang sind sie auf der Terrasse der ganz in Weiß im klassizistischen Stil errichteten Villa am Rande des Bethmannparks. 1808 erbaut, diente sie einst als Ausstellungshalle für die berühmte „Ariadne auf dem Panther“ des Bildhauers Dannecker. Seit den Neunzigern werden dort Partys gefeiert.

Und jetzt eben 15 Kino-Nächte, wenn das Wetter mitspielt. „Man hat gleichzeitig einen Blick auf Springbrunnen, Parklandschaft und große Leinwand“, verspricht Brettschneider. Platz sei für 300 Kinofans. Zum Eröffnungsfest am 4. Juli zeigen sie den Streifen „Mid90s“. Das Regiedebüt des US-Schauspielers Jonah Hill („The Wolf of Wall Street“) wurde im Februar bei der Berlinale als Publikumsliebling gefeiert. Die Hauptdarsteller sind eine Gruppe Teenager unterschiedlicher Herkunft, die im L.A. der 90er in einem Skateboard-Laden zusammenfinden. Der Protagonist Stevie, 13 Jahre alt, will zu den coolen Jungs gehören.

Es ist eine Zeitreise zurück zu Mixtapes, VHS-Camcordern und der Nintendo Playstation. Hill drehte sein Werk auf 16 Millimeter. Ein sehr gefeierter Streifen in diesem Kinojahr war auch „Bohemian Rhapsody“ (20. Juli), der die turbulente Lebens-Geschichte von Queen-Sänger Freddie Mercury erzählt.

Auch zu sehen ist der diesjährige Oscar-Gewinner-Film „Green Book“ (27. Juli), der auf einer wahren Geschichte basiert. Es ist das Jahr 1962. Der Italo-Amerikaner Lip (Viggo Mortensen) ist ein Mann aus der Arbeiterklasse. Er erhält das Angebot, den talentierten schwarzen Pianisten Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) auf seiner Konzert-Tournee durch die Südstaaten zu fahren. Eine gefährliche Reise mit großartigen Darstellern und einer gelungenen Mischung aus Drama und Komödie. Die Dokumentation „Free Solo“ (25. Juli) zeigt hingegen Bilder von Kletter-Expeditionen, bei denen Extremsportler Alex Hunnold ohne Sicherung unterwegs war.

Am Abschlusswochenende gibt es zum ersten Mal einen Wiederholungsfilm aus dem Vorjahr. „Weil er ein Publikumsliebling ist und dieser mit seinem Italo-Flair perfekt ins Ambiente der Sommerterrasse und zu Cocktails passt“, sagt Brettschneider. Die Rede ist von „Call Me By Your Name“ (3. August), der die Liebes-Sommergeschichte zweier Männer erzählt. Der Abschlussfilm ist ebenfalls ein Film, der in Italien spielt. „La Grande Bellezza – Die Große Schönheit“ (4. August). Es geht um den gealterten Journalisten und Partylöwen Jep Gambardella, den die Oberflächlichkeit der opulenten Gesellschaft in Rom langweilt. „Die weiße Villa passt perfekt zur Prunkwelle der Romer Upperclass“, sagt Brettschneider.

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