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Der „Sommerbau“ am Kaiserlei erinnert in seiner Form an antike Amphitheater.
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Der „Sommerbau“ am Kaiserlei erinnert in seiner Form an antike Amphitheater.

Kultur in Frankfurt und Offenbach

Freilicht-Theater öffnet noch im Juli in Offenbach

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Der „Sommerbau“ des Frankfurter Künstlerhauses Mousonturm und Frankfurt LAB ermöglicht einen Kultur-Genuss bis in den Herbst.

Hammerschläge hallen über den Brüsseler Platz in Offenbach. Gerüstbauer hämmern und schrauben Metallstangen in luftiger Höhe zusammen. Nahe des Kaiserlei entsteht dieser Tage der Sommerbau, ein temporäres Freilicht-Logentheater, das gemeinsam von dem Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm und dem Frankfurt LAB errichtet wird. Von 18. Juli bis 23. Oktober werden dort Aufführungen zu sehen sein, nicht nur vom Mousonturm, dem LAB-Partner Ensemble Modern und der Dresden Frankfurt Dance Company, auch von Spielstätten und Institutionen der Freien Szene in Frankfurt und Offenbach.

„Endlich wieder Kultur auf realen Bühnen“, freute sich Angela Dorn (Grüne), hessische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, gestern bei einem Baustellenbesuch. Auf etwa 2 bis 2,5 Millionen Euro schätzt Matthias Pees, Intendant und Geschäftsführer des Mousonturms, die Summe, die mit Hilfe von verschiedenen Förderprogrammen aufgebracht werden musste, um den hexagonförmigen Gerüstbau an der Grenze zwischen Frankfurt und Offenbach bauen sowie das Veranstaltungsprogramm, das Theater, Tanz, Performance und Konzerte bietet, finanzieren zu können.

Veranstaltungen

Der Sommerbau an der Ecke Kaiserleipromenade/Budapester Straße in Offenbach wird am Sonntag, 18. Juli, 19 Uhr und 22 Uhr, mit „Der Struwwelpeter“ vom Ensemble Modern und Michael Quast sowie Sabine Fischmann von der Volksbühne im Großen Hirschgraben eröffnet. Das Freilicht-Theater wird bis zum 23. Oktober bespielt.

Die „Großen Frankfurter Dionysien in Offenbach“ beginnen am Samstag, 31. Juli, 14 Uhr, mit „Dionysos Stadt Open Air“. Der Regisseur Christopher Rüping hat den zehnstündigen Antikenmarathon für die Müchner Kammerspiele inszeniert und für die Dionysien eine Frankfurter Fassung entwickelt.

Das gesamte Programm im Sommerbau findet sich online auf einer gleichnamigen Webseite. Darüber können auch Eintrittskarten erworben werden. Es gilt ein solidarisches Preissystem. Besucher:innen können sich für verschiedene Preiskategorien entscheiden. lad

www.sommerbau.net

Das Freilicht-Theater, das von dem Berliner Architekturkollektiv Raumlaborberlin geplant worden ist, bietet auf drei Etagen unter den derzeit gültigen Hygiene- und Abstandsregelungen bis zu 200 Besucher:innen in überdachten Zweier-Logen Platz. Die in der Mitte liegende Arena, die einen Durchmesser von über 25 Meter hat, könne, so Pees, je nach künstlerischer Anforderung als Spielfläche und/oder Zuschauerparkett genutzt werden, so dass maximal bis zu 350 Personen in das Gebäude hinein könnten.

Die Ausbreitung der Delta-Variante bereite auch ihr Sorgen, sagte Ministerin Dorn, deshalb sei Kultur an der frischen Luft die Antwort, um in der Pandemie möglichst sichere Veranstaltungen auszurichten. Der Bau und Betrieb des Sommerbaus wird u.a. von ihrem Ministerium mit dem Programm „Ins Freie!“, das temporäre Freilichtbühnen im zweiten Corona-Sommer fördert, sowie von der Bundesregierung mit dem Programm „Neustart Kultur“, dem Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main und den beiden Nachbarstädten unterstützt. Die OFB Projektentwicklung stellt das Grundstück, das ihr gehört, zur Verfügung.

Der Sommerbau ist zentraler Spiel- und Austragungsort des Kultursommers Frankfurt /Rhein-Main. „Ich freue mich über das großartige Programm, das zusammen mit der Freien Szene für den Kultursommer realisiert wurde“, sagte Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig. (SPD). In dessen Rahmen wird das Freilicht-Theater am 2. Juli mit einer Doppelvorführung des Musiktheaterstücks „Der Struwwelpeter“ von dem Ensemble Modern und der Volksbühne im Großen Hirschgraben eröffnet.

Daneben werden die „Großen Frankfurter Dionysien in Offenbach“ zu sehen sein, eine Veranstaltungsreihe, die eine Debatte anregen soll, wie das Zusammenleben nach den Erfahrungen der Pandemie gestaltet werden sollte. Auftakt dazu ist am 31. Juli eine Open-Air-Adaption von Christopher Rüpings preisgekröntem, fast zehnstündigen Antiken-Marathon „Dionysos Stadt“.

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