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Jahresbericht

Mehr Frauen suchen Hilfe

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Der Frauennotruf Frankfurt hat 2019 elf Prozent mehr Beratungsanfragen als im Vorjahr verzeichnet. Insbesondere Beratungen zu sexualisierter Belästigung haben zugenommen.

Die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt hat im vergangenen Jahr einen Anstieg der Beratungsanfragen um elf Prozent verzeichnet. Dies geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor.

Demnach stieg mit 743 Fällen im vergangenen Jahr die Zahl der Nutzerinnen der Beratungsstelle gegenüber 2018 (667 Fälle) deutlich an. Der Schwerpunkt der Anfragen konzentrierte sich den Angaben zufolge auf Sexualdelikte wie Vergewaltigung, Nötigung und sexuelle Belästigung sowie Körperverletzung.

Mit 200 Fällen nahezu unverändert hoch waren die Anfragen von Mädchen und Frauen, die eine (versuchte) Vergewaltigung oder eine Nötigung erleben mussten (2018: 196). Beratungen zu sexualisierter Belästigung nahmen zu, hier suchten 54 Frauen Unterstützung (2018: 41). Dabei gaben 19 von ihnen an, am Arbeitsplatz sexuell belästigt worden zu sein. Die Zahlen zu Delikten rund um digitale Gewalt sind im vergangenen Jahr hingegen rückläufig gewesen, die Anfragen sanken von 38 auf 28 Fälle.

Das Angebot der medizinischen Soforthilfe nach einer Vergewaltigung ohne vorausgegangene Anzeige wird bundesweit zunehmend in Anspruch genommen. Insgesamt nutzten im vergangenen Jahr 169 Frauen diese Option (2018: 126), davon 57 Frauen in Frankfurt, heißt es von der Beratungsstelle.

„Durch unsere stetige Arbeit ist es uns gelungen, sexualisierte Gewalt häufiger in der Öffentlichkeit zu thematisieren und somit sichtbarer zu machen“, sagt Angela Wagner vom Frauennotruf. Eine positive Entwicklung sei, dass sich 95 Prozent der vergewaltigten Frauen über 30 innerhalb der ersten drei Monate nach dem Angriff an den Frauennotruf wendeten. Zehn Jahre zuvor sei das bei nur knapp jeder zweiten der betroffenen Frauen der Fall gewesen.

Die Zahl der Anfragen im ersten Halbjahr 2020 sei nahezu gleich mit der des Vorjahres, teilt der Frauennotruf auf FR-Anfrage mit. Das Beratungsangebot wurde und wird trotz der Corona-Pandemie uneingeschränkt angeboten (Telefon 069 / 70 94 94).

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