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Fraports Giftberg

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Ein Kommentar zum geplanten Abtransport der vergifteten Erde an der Baustelle von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt.

Beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Und auch die gute Nachbarschaft. Das hat die Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport in der Vergangenheit mehrfach vorexerziert. Das Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr mussten Anwohner vor dem Bundesverwaltungsgericht einklagen – obwohl es den Bürgern bei der Mediation zugesagt worden war, die der jüngsten Ausbauphase vorausgegangen war.

Das Wachstum der Flughafens setzt sich leider fort. Und deshalb heißt es weiter aufpassen. Auf die Eröffnung der Landebahn Nordwest im Oktober 2011 folgt der Bau des dritten Terminals. Ein Abfertigungsgebäude für bis zu 25 Millionen Passagiere entsteht derzeit im Süden des Geländes. Bis zu vier Milliarden Euro investiert der Konzern dort. Doch bei der Entsorgung von 600 000 Kubikmetern mit PFC verseuchtem Erdaushub wollte er sparen.

Und so verfiel Fraport auf die absurde Idee, einen 24 Meter hohen Giftberg zu errichten. Der werde auch supergut gesichert, so dass das Grundwasser für die Menschen in der Umgebung keinesfalls kontaminiert werde.

Doch die Nachbarn haben aus der Vergangenheit gelernt, sich von derlei Versprechen nicht einlullen zu lassen, und sich heftig und lautstark gegen das Vorhaben gewehrt. Die Proteste haben gefruchtet. Fraport findet plötzlich doch einen Weg, die Erde ordnungsgemäß zu entsorgen. Geht doch!

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