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Frankfurt

Fraport sucht erfahrenen Partner für eine Arena am Flughafen

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der Flughafenbetreiber prüft Interessenten für Arena-Bau auf ihrem Areal. Die Katz Group steht mit ihrem Projekt „The Dome“ bereit.

Fast sechs Wochen lief die Standortabfrage, das Interessenbekundungsverfahren für den Bau einer Arena auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens. Vom heutigen Dienstag an wird die Fachabteilung des Flughafenbetreibers Fraport die eingegangen Unterlagen prüfen. „Sobald wir eine klare interne Einschätzung vorliegen haben, werden wir an die Öffentlichkeit gehen“, sagt Fraport-Sprecher Christian Engel. Bis dahin werde auch nichts über die Anzahl möglicher Investoren berichtete, die sich den Bau einer Multifunktionsarena für Sport und Kultur auf dem Grundstück hinter dem Parkhaus „The Squaire“ auf einer Gesamtfläche von 30 000 Quadratmetern vorstellen können.

Der einzige Bewerber, der seit einigen Jahren bekannt ist, ist die kanadische Katz Group. Sie will eine Arena – „The Dome“ – mit 22 000 Sitzplätzen, ein Forum, ein Hotel und ein Parkhaus bauen. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, eine Arena von Weltformat zu errichten“, betonte Jürgen Schreiber, CEO der Katz Group, einst in der „Stadionwelt“. „Wir wollen die erste Anlaufstelle für Künstler in Europa sein.“

Vorvertrag mit Löwen

Aber auch den Sportvereinen würde sein Unternehmen Angebote machen. Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt hat bereits einen Vorvertrag mit The Dome unterschrieben und sich am Sonntag in einem offenen Brief an die Frankfurter Stadtverordneten gewandt, das Projekt zu unterstützen. Auch Volleyball-Bundesligist United Volleys Frankfurt ist für The Dome, weil er die Aussicht auf ein neues Trainingszentrum sieht. Basketball-Bundesligist Frankfurt Skyliners hingegen lehnt das Großprojekt ab, weil er Standort und Hallengröße für ungeeignet hält, und will am Kaiserlei selbst eine Arena bauen.

Bis zu einer Halle am Flughafen ist es aber ein weiter Weg. „Es geht uns zunächst grundlegend darum zu erfahren, was sich der Interessent vorstellt, damit wir eine Einschätzung treffen können“, erklärt Fraport-Sprecher Engel. Ein umfassendes Konzept sei noch nicht entscheidend. Da es zahlreiche Interdependenzen mit dem Flughafenbetrieb gebe, habe die Fraport gewisse Prämissen. „Wir suchen einen Partner, der sich das nicht nur vorstellen kann, sondern das an anderen Stellen in ähnlichen Formaten, mit ähnlicher Gewichtung schon umgesetzt hat.“

Verkehr zentrales Thema

Relevante Fragen seien dabei vor allem der Verkehr, sowohl was die Autobahn als auch den ICE-Anschluss betrifft. „Durch den Betrieb des Areals darf zu keiner Zeit der Betrieb des Flughafens gestört werden oder der Verkehr zum Erliegen kommen“, sagt Engel. Diese Punkte müsse der potenzielle Partner auch mit anderen Beteiligten wie der Stadt Frankfurt, Hessen Mobil und den umliegenden Gemeinden wie Kelsterbach klären. „Der Investor muss uns in den nächsten Schritten auch überzeugen, warum er der passende Partner ist“, macht Engel klar.

Die Katz Group betont, ein gutes Verkehrskonzept zu haben. „Unsere Studien haben ergeben, dass der Verkehr rund um den Flughafen auch zu Stoßzeiten nicht weiter belastet wird“, sagt Schreiber. Sportdezernent Markus Frank (CDU) zeigte sich wenig überzeugt. Er berichtete im Sommer im Parlament, ihm sei zunächst ein Seilbahnkonzept für die Anbindung an die S-Bahn-Station Flughafen präsentiert worden. Als er moniert habe, die Kapazitäten reichten nicht aus, hätten die Planer erklärt, sie könnten eine S-Bahn an die Arena bauen.

Die Fraport ist darüber hinaus an Nachhaltigkeit interessiert und will einen Investor, der das Areal lange betreibt. In der ersten Runde werde über die Kernpunkte gesprochen, bevor man auf Details wie Hallengröße, mit oder ohne Hotel mit oder ohne Tiefgarage eingehe, sagt Christian Engel. „Das sind Schritte, die danach kommen. Schließlich ist das ist ein komplexes Projekt.“

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