Eine Maschine der Gulf Air setzt am Morgen auf dem Flughafen Frankfurt zur Landung an.
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Der Chef des Frankfurter Flughafens hat die geplante Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer als „Schritt in die völlig falsche Richtung“ kritisiert. (symbolbild)

Flughafen Frankfurt

Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer: Scharfe Kritik von Flughafenbetreiber Fraport

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Eine pauschale Quarantäne-Anordnung gleiche einem zweiten „Lockdown“ für die Branche. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport fordert stattdessen, mehr zu testen.

Frankfurt - Auf scharfe Kritik stößt die geplante pauschale Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten bei den Verantwortlichen des Frankfurter Flughafens.

Sie bedeute „faktisch einen zweiten Lockdown für die Luftverkehrs- und Tourismusbranche und für alle Menschen, die über Ländergrenzen hinweg unterwegs sein müssen“, sagte Fraport-Vorstandsvorsitzender Stefan Schulte am Mittwoch. Betroffen wären Urlauber wie Geschäftsreisende. „Das wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht, denn in einigen Ländern sind die Corona-Fallzahlen niedriger als in Teilen Deutschlands.“

Frankfurt: Fraport wehrt sich gegen Quarantäne-Bestimmungen

Schulte plädiert dafür, stattdessen die Testkapazitäten auszubauen und den Fokus auf einzelne, regional begrenzte Risikogebiete zu legen. Nur weil in einigen Fällen die Ressourcen knapp würden, sei es völlig falsch die bereits aufgebaute Infrastruktur abzuschaffen, appelliert der Flughafenmanager in einer Stellungnahme an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der CDU-Politiker will zugunsten von Pflegeheimen auf eine Quarantäne-Anordnung statt Tests setzen. (Von Jutta Rippegather)

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