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Reisende stehen in einer langen Schlange vor der Sicherheitskontrolle im Terminal 2 des Flughafens.

Luftverkehr

Fraport hat Billig-Airlines gelockt und trägt Mitschuld an den Problemen

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Statt das Angebot den Kapazitäten anzupassen, ist Fraport den umgekehrten Weg gegangen.

Immer mehr Menschen wollen fliegen. Was die Luftfahrtindustrie entzückt, nervt Menschen, die unter dem Lärmteppich des Frankfurter Flughafens leben. Viele siedelten sich dort an, als Urlaubsflüge Luxus waren, Familien sich höchstens einmal im Jahr eine Autoreise nach Italien, Österreich oder in den Schwarzwald leisten konnten. Heute fliegt jeder für einen Appel und ein Ei eine Woche zum Ballermann oder auf ein Wochenende zum Shoppen nach London. Fliegen ist meist billiger, als mit der Bahn zu fahren und allemal bequemer, als stundenlang im Auto zu hocken. Deshalb gehen viele Verbraucher lieber in die Lüfte. Nicht wenige mit schlechtem Gewissen angesichts der Folgen für das Klima.

Fraport hat Bau von Terminal 3 mehrfach verschoben

Mit dieser Verkehrsentwicklung hatte keiner gerechnet. Die Experten nicht, anhand deren fünfjährigen Prognosen die Flugsicherung ihre Fluglotsen ausbildet. Fraport nicht, die den Bau von Terminal 3 mehrfach verschoben hat. Das Resultat sind teils chaotische Zustände im europäischen Luftverkehr. Der Himmel ist voll und die Terminals platzen aus allen Nähten.

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Fliegen boomt. Spätestens seit zwei Jahren war die Entwicklung erkennbar. Statt das Angebot den Kapazitäten anzupassen, ist Fraport den umgekehrten Weg gegangen. Sie hat noch die Billigheimer unter den Airlines mit finanziellen Anreizen angelockt. Frankfurts Flughafenbetreiberin trägt ein gehöriges Maß an Mitschuld an den Problemen.

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