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Saubere Sache: Kaugummis werden an der Wand entsorgt.
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Saubere Sache: Kaugummis werden an der Wand entsorgt.

Umweltschutz

Franz-Böhm-Schule schafft einen Platz für Kaugummies

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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In Frankfurt-Dornbusch führt die erste Schule ihre „Gum-Wall“ ein, trotz Corona. Das Projekt soll Boden und Schulbänke sauberhalten helfen - und Spaß machen.

Die Franz-Böhm-Schule im Dornbusch hat jetzt ihre sogenannte Gum-Wall. Das ist eine rechteckige Fläche, auf die man Kaugummis kleben kann. Großer Vorteil: Sie kleben dann nicht auf dem Boden. Das verursacht nämlich immense Reinigungskosten, weil Spezialgerät benötigt wird. An der Gummiwand hingegen lassen sie sich bestens einsammeln und entsorgen.

„Mit den Gum-Walls landen Kaugummis künftig nicht mehr auf dem Schulhof oder kleben unter Tischen, sagt Dagmar Schöne von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt: „Bevor es in den Unterricht geht, drücken die Schülerinnen und Schüler ihren Kaugummi auf der mit lustigen Cleanffm-Smileys beklebten Papierwand in einem grünen Gum-Wall-Kasten.“ Cleanffm ist die städtische Sauberkeitskampagne. „Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Sauberkeit ihrer Schule und damit unserer Stadt.“

2019 hatte Cleanffm die ersten Gum-Walls auf der Zeil angebracht. Fünf Mal im Jahr muss der Boden dort entkaugummit werden, 100 000 Euro kostet das per annum, dank Gum-Wall hoffentlich in Zukunft weniger.

Die Franz-Böhm-Berufsschule ist Vorreiterin des Plans, das Ganze nun auf die Schulen zu erweitern. Eine Frage stellt sich allerdings: Ist so eine Wand, an die 50 Schülerinnen und Schüler ihre gekauten Gummis kleben, denn in Zeiten von Corona nicht ein Infektionsrisiko?

Lehrerin Anja Beer, die das Projekt gemeinsam mit ihrer Kollegin Simone Stockmann in der Schule betreut, hat keine Bedenken. „Wer einen Kaugummi an die Wand kleben möchte, sucht sich einen freien Platz – es gibt keinen physischen Kontakt mit anderen Schülerinnen und Schülern oder deren Kaugummis“, sagt sie. Zudem: „Wir haben überall Desinfektionsmittel, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler die Hände reinigen können, und die Kaugummiwand ist draußen, nicht im Gebäude.“

Momentan kümmerten sich auch noch keine Schülerinnen und Schüler um die Gum-Wall, sondern Beer und Stockmann, das „Team Saubere Schule“. Später soll dann die Zielgruppe selbst die Pflege übernehmen. „Was die Kontroll-Intervalle angeht, würden wir uns an der Stadt orientieren“, sagt Anja Beer. Die Stadt kontrollierte bisher einmal im Monat, jetzt wird wegen Corona einmal pro Woche das Klebeblatt ausgetauscht.

„Jeder Kaugummi, der auf der Papierwand der Gum-Wall klebt, ist ein wertvoller Beitrag für mehr Sauberkeit“, sagt Cindy Dobler von der städtischen Stabsstelle: „Wir freuen uns, wenn sich noch mehr Schulen dem Projekt anschließen und die Verschmutzung durch Kaugummis im Schulumfeld bald Geschichte ist.“

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