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Models zeigen Mode bei der Show „Hoermanseder“ auf der Berlin Fashion Week.
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Models zeigen Mode bei der Show „Hoermanseder“ auf der Berlin Fashion Week.

Veranstaltung

Fashion Week soll „radikal zukunftsweisend“ werden

  • Helen Schindler
    vonHelen Schindler
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In sieben Monaten findet die erste Frankfurt Fashion Week statt - mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, einer Teilmesse für junge Mode und einem Skatefestival.

Das Thema Nachhaltigkeit wird im Fokus der Frankfurt Fashion Week stehen. Dafür konnten die Initiatoren, die Messe Frankfurt und die Premium Group, die Vereinten Nationen (UN) als Partner gewinnen. Die Frankfurt Fashion Week soll zu einer Plattform werden, die die Modebranche dabei unterstützt, die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung auszubauen. Bis 2023 sollen sich Aussteller:innen und Partner:innen der Fashion Week zu diesen bekennen. Das machten die Veranstalter bei einer Pressekonferenz am Mittwoch deutlich.

Vor einem halben Jahr war bekanntgeworden, dass Berlin mehrere Modemessen an Frankfurt verliert. Außer den drei Modemessen Premium, Seek und Neonyt sollen die Konferenzen Fashion Sustain und Fashion Tech Teil der Modewoche sein. Die erste Frankfurt Fashion Week soll vom 5. bis 9. Juli 2021 stattfinden.

„Unser Anspruch ist radikal zukunftsweisend“, sagte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Man stehe für eine „konsequent nachhaltige Agenda“. Ziel der Frankfurt Fashion Week sei nichts Geringeres als die „Transformation der gesamten Mode- und Textilindustrie auf globaler Ebene“. Bis 2050 solle die Modebranche klimaneutral werden. Bis dahin ist es ein langer Weg: Momentan gilt die Modebranche als eine der klimaschädlichsten überhaupt.

Um die Nachhaltigkeitsziele für das Publikum „sichtbar und erlebbar“ zu machen, werde es einen Nachhaltigkeitsgipfel geben, auf dem Themen wie Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit vertieft werden. Auch soll ein Nachhaltigkeitspreis vergeben werden.

2000 Marken

„Die Fashion Week wird ein modernes, vernetztes Hybridmodell, an dem alle teilnehmen können“, versprach Anita Tillmann, Geschäftsführerin der Premium Group. Messen und Konferenzen sollen gemeinsam auf einer Fläche präsentiert werden. Tilmann rechnet mit 2000 Marken und 140 000 Besucherinnen und Besuchern. Welche Marken und Designer im Sommer dabei sein werden, wurde allerdings noch nicht verkündet. Dafür aber ein neues Format: „The Ground“ soll eine Teilmesse für junge Mode werden, bei der nachhaltiger Konsum im Mittelpunkt steht. Wer seine Marke oder sein Businessmodell bei „The Ground“ inszenieren möchte, muss sich mit seinem Unternehmen zu mindestens fünf der 17 Nachhaltigkeitsziele bekennen. Zur Inszenierung der Fashionshows diene die Festhalle, daneben würden Off-Locations einbezogen, und auch digital sollen Modeschauen zu sehen sein.

Das Thema Corona kommt bei der Präsentation nur am Rande vor. Mit der Jahreszeit schlage man dem Virus ein Schnäppchen, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Wegen der warmen Temperaturen, die im Juli zu erwarten sind, sei er zuversichtlich, dass Veranstaltungen auch drinnen möglich seien. Auch Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass die Fashion Week wie geplant stattfinden könne. Die Messe habe bereits passende Konzepte entwickelt.

Laut Frank soll die gesamte Stadt als Bühne dienen. Museen, Musik, Kunst und Kultureinrichtungen, Hochschulen und der Frankfurter Handel sollen zusammengebracht werden. Zudem wird die Skateweek SKTWK, ein Skateboard-Festival, während der Fashion Week stattfinden. „Die Skateweek wird ein stadtweites Festival mit Kunst, Musik und Partys“, kündigte Frank an.

Die Gesellschafter der Messe, die Stadt Frankfurt und das Land Hessen, unterstützen die Ausrichtung der Modewoche mit zehn Millionen Euro. Während Feldmann im Juni von einer Umwegrentabilität von mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr für Frankfurt und die Region gesprochen hatte, durch die Hotellerie, Gastronomie und Transport „massiv angekurbelt“ würden, zeigt sich die Linke im Römer skeptisch. Sie stellt infrage, ob die Impulse für die Gewerbetreibenden und das Hotel- und Gaststättengewerbe so stark sein werden wie erhofft. Für Michael Müller, den finanzpolitischen Sprecher der Linken, hat die Fashion Week aktuell keine Priorität. Zunächst müsse die lokale Wirtschaft angesichts der Corona-Krise am Leben erhalten werden.

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