Auf den Tennisplätzen darf wieder gespielt werden - allerdings nur Einzel.
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Auf den Tennisplätzen darf wieder gespielt werden - allerdings nur Einzel.

Blick in Vereinswelt

Frankfurts Sportvereine sind auf Wiedereröffnung vorbereitet

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Während des Lockdowns haben viele Frankfurter Vereine bereits Konzepte zur Wiederaufnahme des Betriebs entwickelt. Viele dürfen jetzt wieder in ihre Sporthallen zurückkehren.

Laut dem neusten Beschluss der hessischen Regierung darf ab dem heutigen Samstag wieder Vereinssport betrieben werden. Dabei ist der Trainingsbetrieb im Freien, aber auch in Turnhallen wieder möglich. Fitnessstudios dürfen ab dem 15. Mai wieder öffnen.

Dass auch die Nutzung von Innenräumen wieder möglich ist, hat Holger Wessendorf, Geschäftsführer der Frankfurter Turngemeinschaft (FTG), positiv überrascht. „Wir wollen gern am Montag starten“, sagt Wessendorf auf Anfrage der FR. In den vereinseigenen Sportstätten sei alles vorhanden. Es gebe Desinfektionsmittel, Mundschutze sowie separate Ein- und Ausgänge. „Wir stehen schon seit einiger Zeit in den Startlöchern.“ Mit etwas letztem Feinschliff solle nun alles optimal an die Vorschriften angepasst werden.

Denn es gelte, so die hessische Landesregierung, weiterhin das Abstandsgebot und entsprechende Hygienekonzepte. So muss der Sport kontaktfrei sein, es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden und die Dusch- und Waschräume sowie Umkleidekabinen müssen geschlossen bleiben.

Wessendorf erklärt, dass es für alle Hallen und Räume maximale Personenanzahlen gebe. Zunächst will die FTG wieder mit dem Breitensport beginnen. Fachsportarten wie Handball oder Volleyball sollen später hinzukommen. Hier komme es auch auf die Regelungen durch die zuständigen hessischen Verbände an. Zudem bedürfe es noch Absprachen mit der Stadt, da die dann benutzten Sportstätten in kommunaler Hand sind.

Konzept für die Sportfabrik

Für die Sportfabrik, das Fitnessstudio der FTG, peilt der Geschäftsführer den 15. Mai als Wiedereröffnungstermin an. Auch hier habe man bereits ein Konzept erarbeitet, das Mitarbeiter aber auch Sporttreibende schützen soll. Abstandsregeln und begrenzte Teilnehmerzahlen seinen zwei Beispiele. Das Desinfizieren der Geräte werde sowieso schon betrieben, werde dann aber nochmals intensiviert.

Bei der Turngemeinde (TG) Bornheim ist man sehr glücklich über die Wiederbelebung des Sportbetriebs. „Es ist super und ging jetzt wahnsinnig schnell“, lobt Vorsitzender Peter Völker den neuen Beschluss. Die TG will den Betrieb ab Dienstag wieder aufnehmen und die 14 zur Verfügung stehenden Gymnastikhallen dann stufenweise wieder öffnen. Dass der Hallenbetrieb wieder möglich ist, freut Völker besonders. Zuvor hatte man sich schon Konzepte überlegt, wie man die Angebote im Freien realisieren könnte. Doch nun könne man sich wieder auf die Hallen konzentrieren.

Desinfektionsmittel und weitere Maßnahmen werde bei den Sportangeboten der Turngemeinde berücksichtigt. Dass es keine Duschen und Umkleiden geben wird, sieht der Vorsitzende nicht als hinderlich an. „Ich denke das versteht jeder und ist das geringste Problem.“ Viele Senioren würden sich nun ebenfalls freuen, dass ihr Sport wieder möglich ist. Eine willkommene Abwechslung, weil viele bisher allein zu Hause saßen.

Vorfreude beim TV Heimgarten

Ein Wermutstropfen ist allerdings das weiterhin bestehende Öffnungsverbot für Schwimmbäder. „Wir haben massiv für eine Öffnung unseres Bades in Fechenheim gekämpft“, sagt der Vorsitzende. Man habe der Regierung ein Konzept präsentiert, um wenigstens Schwimmkurse für Kinder anbieten zu können. „Wir könnten das in unserem Bad entsprechend steuern.“ Dass dem eine Absage erteilt wurde, ärgert Völker.

Vorfreude herrscht auch beim TV Heimgarten in Seckbach. Der Tennisverein hat am Donnerstagabend noch eine Vorstandssitzung abgehalten, um die Ergebnisse der neuen Landesverordnung zu besprechen und zu reagieren. „Wir wollen jetzt schnellstmöglich in die Feinplanung“, sagt der erste Vorsitzende Ralph Rotzler. Geplant ist ein Online-Buchungssystem für die Belegung der Plätze. Um den Abstand zu wahren, soll es nur Einzel geben. Allerdings bremst Rotzler auch etwas die Euphorie. „Unsere Mitglieder müssen sich gedulden.“ Man wolle noch mit dem Hessischen Tennisverband klären, was es zu beachten gebe. Erst wenn alle Hygienevorschriften erfüllt sind, könne der Platz wieder bespielt werden.

Im Fitnessstudio „Sportend“ von Georg Politis ist schon alles bereit für die Öffnung am 15. Mai. „Die Hygiene bei uns war auch zuvor gut“, sagt er. Auch die Abstände zwischen den Geräten seien ausreichend groß. Wer ins Studio komme, solle sich anfangs die Hände desinfizieren. Die Zahl der Trainierenden werde begrenzt. Dafür wolle man bei Bedarf die Öffnungszeiten erweitern.

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