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Frankfurts Schulen müssen weiterhin auf Luftreiniger warten

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Von: Sandra Busch

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Frankfurter Schulen müssen weiterhin auf Luftreiniger warten. dpa
Frankfurter Schulen müssen weiterhin auf Luftreiniger warten. dpa © dpa

Frankfurts Schulen sollen Luftreiniger erhalten. Aber die Lüfter sind immer noch nicht ausgeschrieben.

In einigen Kommunen stehen sie bereits in den Klassenzimmern: Luftreiniger. In Frankfurt müssen die Schulen aber weiterhin darauf warten. Die Lüfter sind noch nicht einmal bestellt. Denn noch immer ist die Ausschreibung gar nicht veröffentlicht, können sich Anbieter also nicht bewerben. „Es gibt noch Abstimmungsbedarf mit der Kämmerei“, erklärt Bildungs- und Baudezernentin Sylvia Weber (SPD) die Verzögerungen. Ziel sei es aber, über eine verkürzte Ausschreibungsfrist bis Ende der Herbstferien einen Anbieter zu haben. „Denn klar, es ist eilig.“

Alle Grundschulen und Räume der Jahrgänge 5 und 6 sollen mobile Luftreiniger erhalten. Das verkündete Weber im Juli. Für die Ausschreibung der Luftreinigungsgeräte ist jeder auszustattende Raum dann in den Schulen vermessen worden, für jeden mussten Größe und Luftvolumen bestimmt werden. Neben den Klassenräumen für die Jahrgänge 1 bis 6 sollen auch in Fachräumen und Mensen Luftreiniger aufgestellt werden. Es geht um 2500 Räume in 140 der 165 Frankfurter Schulen.

Geräte im November

Seit Ende der Sommerferien ist die Rede davon, dass die Ausschreibung bald veröffentlicht werde. Doch geschehen ist das bisher eben nicht. Nun soll es laut Bildungsdezernentin diese Woche noch soweit sein. Ende der Herbstferien sollten eigentlich die ersten Geräte aufgestellt werden. Nun geht Weber davon aus, dass es wohl November wird.

Die Zeit verrinnt. Zuvor hatte es lange Streit um den Einsatz von Luftfiltern an Schulen gegeben. Gewerkschaften und Eltern hatten immer wieder gefordert, dass Luftreiniger angeschafft werden, um erneute Schulschließungen zu vermeiden. Bildungsdezernentin Weber und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) wiesen dagegen regelmäßig darauf hin, dass der Einsatz der Luftfilter weder empfohlen sei, noch das Lüften ersetzen könne. Mit Aufkommen der Delta-Variante bezeichneten sie den Einsatz mobiler Luftfilter im Juli dann aber als „vertretbar – trotz der fachlich kontroversen Diskussion“.

Als erstes sollen nun – wenn denn mal Luftreiniger geliefert werden – Schulen in Frankfurt ausgestattet werden, die in Containeranlagen untergebracht sind. Weil sie im Hinblick auch auf das Lüften schneller auskühlen als Gebäude aus Stein. Auch Schulen, die Probleme mit der Heizung haben oder an stark befahrenen Straßen liegen, sollen bevorzugt drankommen. Weber weist aber nochmals darauf hin, dass Luftreiniger kein Ersatz fürs Lüften sind.

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