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Schnell unterwegs, sogar ohne Sonne: Solarrennen an der Schule am Ried.
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Schnell unterwegs, sogar ohne Sonne: Solarrennen an der Schule am Ried.

Wettrennen mit Sonnenenergie

Frankfurts schnellste Solar-Rennwagen

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Mit dem „Bayerischen Mistwagen“ der Sonne entgegen: Spannendes Solarrennen der Schule am Ried.

Es ist ein Autorennen. Und eine Autoausstellung. Und gut für die Umwelt. Wer kriegt das unter einen Hut? Die Enkheimer Schule am Ried und der Verein Umweltlernen in Frankfurt. Start frei zum Solarrennen 2021.

Normalerweise läuft jedes Jahr auf dem Römerberg ein Solarrennen für alle Schulen. Corona hatte was dagegen, sagt Umweltlernen-Koordinatorin Monika Krocke. „Aber weil die Schule am Ried eine Solar-AG hat, haben wir angeboten, hier ein kleines Rennen zu veranstalten.“

Läuft. Es starten 68 Fahrzeuge in zwei Kategorien: a) schnell, b) kreativ. Maximilian, 11, hat was Schnelles gebaut. „Es sollte leicht sein“, verrät er der FR seine Konstruktionskriterien. „Die Achsen sind Schaschlikspieße, die Räder wurden mit Laser geschnitten.“ Eine Holzstange zum Stabilisieren, das etwa Handy-große Solarpanel drauf, fertig. Was war das Schwierigste? Die Radaufhängung an den Schaschlikstangen, sagt Maximilian. „Die Lager dürfen ja nicht verkleben.“

Aber Schluss jetzt mit Interviews, Maxi muss an den Start. Zweite Vorrunde. „Ihr kennt die Regeln! Nicht zu sehr stupsen!“, warnt Umweltlernen-Rennleiter Michael Schlecht. Ganz ohne stupsen geht’s aber auch nicht; die Sonne hinter den Wolken ist keine große Hilfe. Die fünften Klassen sind außer Rand und Band, als Maximilians Auto loslegt – „Maxi! Maxi!“ – und tatsächlich: Vorlauf souverän gewonnen. Wir schauen mal in den Wagenpark der Kategorie „kreativ“. Die Fahrzeuge stehen teils in Kartons. „Sonst wären sie von allein weggefahren“, sagt Lehrerin Eva Abt.

Chihiro hat ein Solarauto mit einem Katapult gebaut, das sich beim Fahren selbst aufzieht. Das Werk von Emily und Johanna, „The Cars of Planets“, trägt unser Planetensystem über einer Wolkendecke. Fährt das Ganze auch? „Wissen wir nicht“, kichern beide. „Wir haben die Panels vorne und hinten angebracht.“ Da wollen sich die Planeten für keine Richtung entscheiden. Helin und Sena, ebenfalls 11, haben zwei Solarautos gebaut, die gemeinsam einen Regenbogen bilden. „Wir hatten Glitzer dabei und wollten was Buntes“, sagt Helin. „Mädchenhaft“ war auch der Plan von Sophreen und Melissa, mit funkelnden Steinen und einer Krone. Später mal beruflich Autos bauen? „Eher weniger.“ Taheras Auto heißt „Weltblume“. Sie liebe Blumen, sagt sie, daher die florale Schicht, und obendrauf die Weltkugel, „weil Gott die Erde erfunden hat“.

Wozu das Solarrennen? „Es soll selbstverständlich werden, mit den Dingen umzugehen“, sagt Biologin Krocke. Weil es keinen Werkunterricht mehr gebe, müsse Technik auf andere Art vermittelt werden, vor allem: Zukunftstechnik. Solar.

Großes Getöse an der Rennstrecke: Im Finale saust Bastians Auto vor den Boliden von Than und Niamh umjubelt ins Ziel. Im zweiten Finale geht’s noch rasanter zu: Felix’ Gefährt namens „Bayerischer Mistwagen“ gewinnt vor Joshuas „Egal“ und Maximilians „Phönix“, der einen Defekt hat – die Radaufhängung! Die besonders Schnellen sind aus der sogenannten Trömel-Gruppe, benannt nach Christian Trömel. Das ist der Leiter der Solar-AG.

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