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Frankfurts Jüdisches Museum beeindruckt

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Von: Pitt von Bebenburg

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Minister nennt Frankfurter Museum nach Führung als Vorbild für Österreich. Es geht um ein Gedenkstätten-Projekt.

Das Jüdische Museum in Frankfurt wird zum Vorbild für Einrichtungen auch im Ausland. Der österreichische Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sprach nach einem Besuch von einem „wirklich beeindruckenden Vermittlungskonzept“.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte ihre Amtskolleg:innen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein vor ihrer Konferenz, die in Königstein stattfand, am Montagabend ins Jüdische Museum eingeladen. Direktorin Mirjam Wenzel führte sie durchs Haus.

Karner, der für Gedenkstätten in Österreich zuständig ist, nannte das Vermittlungskonzept „einzigartig“. Er habe daran besonderes Interesse, weil die Republik Österreich vor kurzem ein Gelände im Ort Gusen östlich von Linz erworben habe, auf dem Teile des ehemaligen KZ-Außenlagers Gusen gestanden hätten. Nun bemühe man sich um zeitgemäßes Gedenken an diesem Ort, der einst als Außenlager für das Konzentrationslager Mauthausen gedient hatte.

Das Jüdische Museum sprach von einer „großen Freude“, Bundesinnenministerin Faeser und die Innenminister:innen der benachbarten Länder durch die Dauerausstellung zu führen. Bei Treffen europäischer Minister:innen ist es üblich, dass die Gastgeber:innen ihren Gästen ein Stück ihrer Heimat zeigen. Faeser lebt in Schwalbach.

Auch der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn, der als Migrationsminister zu der Runde gestoßen war, zeigte sich angetan. „Ich bin sehr oft in Frankfurt, aber war noch nie hier auf dem Boden, sondern immer in der Luft, wenn es in die weite Welt geht“, scherzte er.

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