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Rosemarie Heilig (Grüne) ist Frauendezerntin in Frankfurt.
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Rosemarie Heilig (Grüne) ist Frauendezerntin in Frankfurt.

Rosemarie Heilig

Frankfurts Frauendezernentin: „Frauenrechtlerinnen aus Afghanistan ausfliegen“

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Frauendezernentin Rosemarie Heilig sieht Frauen und Mädchen in Afghanistan in Lebensgefahr.

Frau Heilig, wie schätzen Sie als Frankfurts Frauendezernentin die Lage für Frauen und Mädchen in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban ein?

Ich bin in großer Sorge und befürchte wie viele Frauenaktivistinnen, dass Mädchen und Frauen jetzt akut in Lebensgefahr sind.

Was muss für die Frauen und Mädchen in Afghanistan jetzt vor allem getan werden?

Sie müssen sofort evakuiert werden. Neben den Botschaftsangehörigen, Mitarbeitenden der Entwicklungshilfeorganisationen und den Ortskräften müssen so viele Frauenrechtlerinnen wie möglich zusammen mit ihren Familien aus Afghanistan ausgeflogen werden.

Weil die Gefahr durch die islamistischen Taliban gerade für Frauenrechtlerinnen besonders groß ist?

Diese mutigen Frauen haben sich als Politikerinnen, Journalistinnen, Juristinnen, Ärztinnen und Mitarbeiterinnen von Frauenorganisationen für Frauen- und Kinderrechte eingesetzt und damit für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Viele von ihnen haben jahrelang gegen alle Widerstände vertrauensvoll mit den westlichen Ländern zusammengearbeitet. Sie haben die gleiche, wenn nicht sogar noch schlimmere Behandlung durch die Taliban zu befürchten als die anderen Gruppen. Wir dürfen sie Folter und Mord durch die Taliban nicht schutzlos ausliefern.

Gibt es von Seiten der Stadt in Frankfurt Unterstützung und Hilfe für Frauen aus Afghanistan?

Wir haben in Frankfurt zwei Organisationen, die gezielt für Frauen aus Afghanistan Unterstützung in Frankfurt anbieten. Zum einen der Verein ZAN, zum anderen die Deutsch-iranische Beratungsstelle „DiB Frauen & Mädchen“ für iranische und afghanische Frauen und Mädchen. Sie wird auch von Frauen aus Afghanistan genutzt, da die Mitarbeiterinnen die Sprache der afghanischen Frauen sprechen. Im Zuge der Zuwanderung ab 2015 haben wir die finanzielle Hilfe für diese Vereine aufgestockt.

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