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Aufpreis

Naturschutzeuro beim Eintritt

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Der Frankfurter Zoo will den Artenschutz stärken, in dem er einen freiwilligen Naturschutzeuro beim Eintritt einführt. Die Stadt muss dem noch zustimmen.

Der Frankfurter Zoo wünscht sich einen „Naturschutzeuro“, der als freiwilliger Aufpreis beim Eintritt gezahlt werden kann. „Es gilt, eine Naturschutzkultur zu entwickeln“, sagte Stefan Stadler, der stellvertretende Zoodirektor am Donnerstagabend im Kulturausschuss.

Der Frankfurter Zoo stelle sich derzeit neu auf. Er gebe den Tieren mit dem Gehegeausbau-Programm „Zookunft 2030+“ mehr Raum. Er räume dem Artenschutz in der Kooperation mit dem Frankfurt Conservation Center größere Geltung ein. Die Tiere im Zoo seien die Botschafter ihrer Verwandten in der freien Natur. „Die letzten verbleibenden Naturschutzräume dürfen nicht verloren gehen“, sagte Stadler.

Den Zoo besuchten zuletzt 800 000 Menschen im Jahr. Laut Stadler verwende der Zoo derzeit 0,4 Prozent seines Budgets für den Artenschutz. Ziel seien drei Prozent des Budgets. Das könne über den freiwilligen Naturschutzeuro erreicht werden.

„Wir wollen den Artenschutzeuro in der nächsten Wahlperiode. Leider sind wir in den Koalitionsverhandlungen damit bei unserem Koalitionspartner nicht durchgedrungen“, sagte Sylvia Momsen (Grüne). „Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Thema eine Niederlage in meiner Fraktion einstecken musste“, sagte Thomas Dürbeck (CDU). „Beim Artensterben ist es leider so, was weg ist, ist weg, und kommt nicht mehr wieder“, sagte Sebastian Popp (Grüne).

Mit dem Naturschutzeuro ließen sich viele Projekte finanzieren, sagte Christof Schenck von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, die das Frankfurt Conservation Center im Zoo errichtet. Er erinnerte daran, dass Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auf dem Mensch übertragen werden, im Umfeld der zerstörten Regenwälder entstanden sind. Dazu zählten HIV, Ebola, Sars, Zika und Sars-CoV-2 (Coronavirus). Insgesamt hätten 800 000 bekannte Virenkrankheiten das Potenzial, eine Pandemie auszulösen. Der beste Schutz vor Pandemien sei, das Vordringen des Menschen in die artenreichen Lebensräume einzudämmen.

Die Stadt muss dem Naturschutzeuro zustimmen. Nötig ist ein Beschluss der Koalition.

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