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Aus einem vier Meter langen Robinienholzstamm haben die Schüler:innen der Wöhlerschule zusammen mit dem Verein Umweltlernen in Frankfurt einen Multifunktions-Bock selbst gebaut. Zum Chillen oder Sit-Ups machen im „Grünen Klassenzimmer“, Foto: Renate Hoyer
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Aus einem vier Meter langen Robinienholzstamm haben die Schüler:innen der Wöhlerschule zusammen mit dem Verein Umweltlernen in Frankfurt einen Multifunktions-Bock selbst gebaut. Zum Chillen oder Sit-Ups machen im „Grünen Klassenzimmer“,

Frankfurter Schulen

Frankfurter Wöhlerschule: Draußen im neuen grünen Klassenzimmer lernen

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Wöhlerschüler:innen lernen kurz vor den Ferien nicht nur selbst Sitzgelegenheiten aus Holz zu bauen, sondern erneuern und verschönern dabei auch ihre Unterrichtsorte im Freien auf dem Schulgelände

Besonders cool sei das Flexen gewesen – da sind sich Constantin Hellmich und Hannah Mohr, beide 16, einig. Zusammen mit 28 Mitschüler:innen haben sie in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien aus einem vier Meter langen Robinienholzstamm einen Multifunktions-Bock selbst gebaut. Dieser ist mehr als bloß eine Sitzgelegenheit: „Da kann man abhängen, aber auch Bauch-und Rückenübungen drauf machen“, betont Nils Pelleringhoff, Landschaftsgärtner beim Verein Umweltlernen in Frankfurt. Er hat den Jugendlichen gezeigt, wie mit Bohrmaschine, Akkuschrauber und Flex umgegangen wird. „Nur die Kettensäge war für sie tabu. Robinienholz hat den Vorteil, dass es sehr witterungsresistent ist und bis zu 15 Jahre hält“, so Pelleringhoff.

Die Schüler:innen des Gymnasiums stehen an diesem Donnerstag unweit des Schulhofs – und zwar inmitten der „Wöhlerwildnis“. Das ist das der Name des sogenannten Grünen Klassenzimmers: Eine Oase voller Sträucher, einem Teich und Bienenstand. Dort können die Schüler:innen der Wöhlerschule draußen lernen, also Unterricht im Freien erhalten. Aber auch an anderen Stellen des Schulgeländes gibt es nun mehr grüne Lern-Oasen. „Das Grüne Klassenzimmer gibt es schon seit den 1980ern, aber jetzt haben wir vieles erneuert, beispielsweise neue Sitzgelegenheiten geschaffen“, erzählt Projektleiter Bernd Abraham von Umweltlernen. Er betont, die Schule im Dornbusch sei bei den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz hoch engagiert und beispielhaft für andere Schulen.

Lehrerin Andrea Sievert, die für den Bereich Umwelt und Gesundheit zuständig ist, sagt: „Gerade in Zeiten des Klimawandels und der Pandemie ist es toll, mehr draußen statt im Klassenzimmer zu sein.“ Aber dafür hätten sie vieles eben wieder zugänglich und schöner gestalten müssen. Dazu gehörte auch, den trüben Schulteich zu säubern. Das wiederum war nun nicht unbedingt eine der Lieblingsaufgaben, wie Daniel Gleiber (16) sagt: „Der Geruch war schon ekelhaft.“ Das Flexen habe definitiv mehr Spaß gemacht. Sein Mitschüler Benno Wendt sagt: „Ich fand es toll, mal aus dem Schulalltag rauszukommen.“ Hannah Mohr sagt, sie mochte es, mal praktisch zu arbeiten: „Denn das steht sonst in der Schule nicht so im Vordergrund.“ Und ja klar, sie und ihre Mitschüler.innen fänden die Folgen des Klimawandels beängstigend: „Allein wenn man sieht, wie licht die Wälder im Taunus sind“, sagt sie. Projektleiter Abraham erzählt, dass ein Permakultur-Projekt im Schulgarten mit der Initiative „GemüseheldInnen“ geplant sei. 52 Projekte an Frankfurts Schulen hätte Umweltlernen seit und trotz Corona von März 2020 an realisieren können. Ihr Ziel sei klar definiert: „Ein nachhaltiger Umbau von Schulhöfen in Lernhöfe.“ Unterricht im Freien zu ermöglichen, sei auch im Koalitionsvertrag als Ziel für jede Frankfurter Schule formuliert.

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