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Frankfurter Wirtschaftsdezernent kämpft für Osthafen

  • Georg Leppert
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Wirtschaftsdezernent Markus Frank fürchtet, dass Wohnungsbau Jobs kosten würde. Über die Pläne des SPD-Politikers Mike Josef ist er irritiert. Auch die FDP lehnt Josefs Vorstoß ab.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) hat den Vorstoß von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) zurückgewiesen, am Osthafen neben Gewerbe auch Wohnraum zu schaffen. Über diese Idee sei er „irritiert“, teilte Frank am Freitag über den städtischen Pressedienst mit.

Eine Entwicklung wie von Josef vorgeschlagen würde „Firmen und Arbeitsplätze aus der Stadt treiben“. Derzeit arbeiteten im Osthafen 9000 Menschen, die meisten in der Logistik. Diese Arbeitsplätze dürften nicht gefährdet werden, sagte Frank nach einem Besuch bei der Gemeinschaft Frankfurter Hafenanlieger. Durch den Wasserweg entfielen pro Jahr etwa 200 000 Lastwagenfahrten durch Frankfurt, insofern drohe auch ein „Verkehrsinfarkt“.

Im Übrigen sei nicht zu erwarten, dass am Osthafen günstiger Wohnraum entsteht. Die Stadt müsse Entschädigungen für Firmen zahlen, die vertrieben würden. Dieses Geld müsse durch die Bodenpreise wieder eingenommen, was zu hohen Kauf- und Mietpreisen führen würde.

Auch die FDP lehnt Josefs Vorstoß ab. Der Hafen sei ein unverzichtbares Gewerbegebiet und dürfe „nicht zum Spielball eines erkennbar bisher nur mäßig erfolgreichen Planungsdezernenten werden“, teilte die Fraktion mit.  

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