Bildung

Frankfurter CDU will neue Realschule

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Die CDU drängt auf die Gründung neuer Real- und neuer Förderschulen und übt Kritik an der Schulentwicklungsplanung.

In der von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) vorgelegten Aktualisierung des Schulentwicklungsplan sind bis zum Jahr 2024 acht neue Grundschulen, ein Gymnasium, eine integrierte Gesamtschule und eine kooperative Gesamtschule vorgesehen. Warum nicht auch eigenständige Realschulen und Förderschulen gegründet werden, findet Sara Steinhardt, Vorsitzende des Fachausschuss Bildung der Frankfurter CDU, unverständlich. Schließlich würden laut Prognosen bis 2025 Realschulplätze fehlen. „Statt den Bedürfnissen der Kinder und dem Elternwillen stehen bei Frau Weber wieder ideologische Überlegungen bei der Schulentwicklung im Vordergrund.“

Weber will die Realschulplatzkapazitäten zum einen durch die Gesamtschulen ausbauen, zum anderen über die Erweiterung zweier bestehender Realschulen. Da es aber keine weiteren Ausbaumöglichkeiten gebe, fordert Steinhardt eine neue eigenständige Realschule, die gleich mit den Jahrgängen 5 und 6 starten sollte, um andere Schulen zu entlasten. Auch am Umgang mit Förderschulen übt Steinhardt Kritik: Die Beschulung von Kindern mit Förderbedarf an Grundschulen sei „unüberlegt“. Es sei nicht klar, wo die Kinder aus Kooperationsklassen – Klassen für Förderkindern an einer Regelschule – nach der vierten Klasse ausgebildet würden. Nicht alle Eltern wollten Inklusion, sagt Steinhard. „Es gibt auch Eltern, die sich aufgrund der guten Fördermöglichkeiten … für die Beschulung ihrer Kinder an einer Förderschule aussprechen.“ Für beide Optionen müsse die Stadt eine ausreichende Anzahl an Plätzen bereithalten.  

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