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Hinweisschilder weisen auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt auf die dort herrschende Maskenpflicht hin.
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Hinweisschilder weisen auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt auf die dort herrschende Maskenpflicht hin.

Contra

Frankfurter Weihnachtsmarkt: Regeln werden eingehalten

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Schärfere Regeln sollen die Corona-Infektionen in Schach halten. Muss jetzt auch der Weihnachtsmarkt sofort beendet werden? Nein, sagt unser Autor.

Frankfurt am Main - Auf dem Weihnachtsmarkt passiert gerade etwas, das leider viel zu selten zu beobachten ist: Regeln werden tatsächlich eingehalten, da es Kontrollen gibt. Das betrifft insbesondere die Maskenpflicht. Die Präsenz von Polizei- und privaten Ordnungskräften ist derart groß, dass so gut wie alle Besucher:innen angesprochen werden, bei denen auch nur die Nase über der Maske hängt. Auch achten die Betreiberinnen und Betreiber der Stände darauf, dass die Verzehrbereiche nicht zu voll werden. Mag sein, dass es im Internet Bilder gibt, die einen anderen Eindruck erzeugen. Bei einer Großveranstaltung wird es solche Momentaufnahmen immer geben. Grundsätzlich aber ist der Weihnachtsmarkt ein Ort, an dem die Gefahr durch Corona ernst genommen wird.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt: Regeln könnten angepasst werden

Im Übrigen könnte man die Regeln auch nachschärfen. Möglich wäre die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, die sehr gut schützt. Und wieso heißt es immer, man könne den Römerberg, das Epizentrum des Marktes, nicht absperren, wenn es zu voll wird? Als die Eintracht dort 2018 ihren Pokalsieg feierte, wurde das gemacht. Und schließlich könnte die Veranstaltung abends früher beendet werden, wenn Abstände nicht mehr einzuhalten sind.

Das alles wären mildere Mittel als ein Abbruch. Doch wenn wir ehrlich sind, geht es bei der Forderung, den Markt zu beenden, gar nicht um die tatsächliche Infektionsgefahr. Dass diese bei Veranstaltungen im Freien mit Maskenpflicht gering ist, ist doch weitgehend Konsens.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt: Braucht es wirklich noch Signale?

In Wahrheit geht es um das Signal, das von einem Weihnachtsmarkt in diesen Zeiten ausgeht. „Falsches Signal“ – die Überschrift stand wohl über Hunderten Kommentaren zur Corona-Krise. In den ersten Monaten hatte diese Herangehensweise auch ihre Berechtigung. Aber brauchen wir nach fast zwei Jahren wirklich noch Signale? Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, dass Corona ein verdammt gefährliches Virus ist und die Pandemie sehr ernst ist, will und wird es nicht verstehen. Auch nicht durch einen vorzeitig beendeten Weihnachtsmarkt. Ein Signal wäre eine solche Entscheidung aber an die vielen Menschen, die sich vernünftig verhalten. Ihnen wird suggeriert: Ob sie sich impfen lassen, ob sie Maske tragen – am Ende sorgt die Politik genau wie vor einem Jahr dafür, dass sie daheim hocken. (Georg Leppert)

Ganz anderer Meinung ist FR-Redakteurin Kathrin Rosendorff: Ein Abbruch des Weihnachtsmarktes ist angebracht - es ist einfach nicht die Zeit für Glühwein.

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