Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wird wie geplant am Montag öffnen. Eine 2G-Pflicht zählt nur für Innenräume.
+
Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wird wie geplant am Montag öffnen. Eine 2G-Pflicht zählt nur für Innenräume.

Corona in Hessen

Trotz Corona: Frankfurter Weihnachtsmarkt kann kommen

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
    schließen

In Innenräumen gilt demnächst in Hessen die 2G-Pflicht – aber in der Regel nicht im Freien. Impf-Stützpunkte werden wieder flächendeckend aufgebaut

Frankfurt - In Hessen gibt es künftig weit mehr Veranstaltungen und Einrichtungen als bisher, die nur von genesenen oder vollständig geimpften Menschen besucht werden dürfen. Das hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstagabend nach der Corona-Konferenz von Bund und Ländern angekündigt.

Die entsprechenden Beschlüsse sollen am heutigen Freitag im hessischen Corona-Kabinett getroffen werden und voraussichtlich Mitte nächster Woche in Kraft treten. Bisher hatten Restaurants und Veranstaltungsorte die Wahl, ob sie dieses 2G-System anwenden oder auch auf Corona getestete Personen einlassen (3G). Die 2G-Pflicht gilt nach den Bund-Länder-Beschlüssen etwa in Hotels und Restaurants, Kinos, Theatern, Frisören oder Bordellen.

Frankfurter Weihnachtsmarkt in Corona-Zeiten: „2G gilt für den Innenbereich“

Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen im Freien sind von der Neuregelung nicht betroffen. „2G gilt für den Innenbereich“, erläuterte Bouffier. „Im Außenbereich hat man ganz andere Möglichkeiten.“ Zwar könne es auch auf Weihnachtsmärkten Einschränkungen geben. Dies gelte aber nur, wenn in einem Ort wenig Platz für die Buden sei oder in Zelten gegessen oder getrunken werden solle. Da dies beim Frankfurter Weihnachtsmarkt nicht der Fall ist, dürfte er demnach wie geplant am Montag eröffnen können. Weihnachtsmärkte könne man „in Hessen verantworten“, sagte der Ministerpräsident.

Die Verschärfung kommt, da Hessen die erste Warnstufe bei der Belegung der Krankenhäuser erreicht hat. Sie wurde von Bund und Ländern für eine Hospitalisierungsrate von drei festgelegt. Das bedeutet, dass innerhalb einer Woche drei Patient:innen pro 100 000 Einwohner:innen mit Corona-Infektion in Kliniken aufgenommen worden sind.

Bei einer Hospitalisierungsrate von sechs soll in bestimmten Orten ein Antigen-Schnelltest zusätzlich zum 2G-Status verpflichtend werden, etwa in Bars, Clubs und Bordellen. Die höchste Warnstufe wird bei einer Hospitalisierungszahl von neun erreicht. Hessen hat nach Bouffiers Auskunft aber noch nicht festgelegt, welche Verschärfungen dann greifen würden.

Frankfurt: Die Wirtschaft spürt wegen Corona ein Déjà-vu

Der hessische Ministerpräsident drang darauf, dass erneut Wirtschaftshilfen für Unternehmen und Einrichtungen zur Verrügung gestellt werden, die durch Corona-Beschränkungen Einbußen erleiden. Die Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages, Kirsten Schoder-Steinmüller sprach nach den vergangenen Lockdowns von einem „schmerzlichen Déjà-vu für die Wirtschaft“.

Wer Busse und Bahnen benutzen will, muss künftig einen höchstens 24 Stunden alten negativen Schnelltest vorweisen, wenn er oder sie nicht genesen oder geimpft ist. Bouffier versprach, dass die hessische Polizei die Verkehrsträger bei den Kontrollen unterstützen werde. „Niemand kann alles kontrollieren“, sagte der Regierungschef, fügte aber hinzu: „Wir werden das schon sehr deutlich erhöhen.“

Corona-Impf-Stützpunkte in ganz Hessen

Bouffier kündigte an, dass es wieder Impfzentren „überall im Lande“ geben werde. Sie seien notwendig, um die Auffrischungs-Impfungen für Menschen zu ermöglichen, die schon vor sechs Monaten oder mehr ihre zweite Corona-Impfung erhalten haben. „Wir sind der festen Überzeugung, dass die Ärzteschaft das alleine nicht schafft“, sagte der Ministerpräsident.

Dabei muss es sich allerdings nicht um die im Wiedereröffnung von im Herbst geschlossenen oder verkleinerten Impfzentren handeln. Bouffier sprach von Impf-„Stützpunkten“ und erläuterte: „Das kann lokal fest sein, dass kann mobil sein, jedenfalls werden wir das flächendeckend machen.“

Die Kosten für die Impfungenn werde das Land zunächst übernehmen. Er erwarrte aber, dass der Bund sich wieder zur Hälfte beteilige, sagte Bouffier.

Er appellierte an die Jüngeren, geduldig zu sein, wenn es um die Booster-Impfung gehe. „Wir nehmen jetzt erstmal die Älteren“, sagte er. Bei jüngeren Menschen sei die Gefahr eines schweren Verlaufs deutlich geringer, sodass sie auch noch einige Wochen warten könnten. (Pitt von Bebenburg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare