Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg in diesem Pandemie-Winter mit Maskenpflicht.
+
Der Frankfurter Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg in diesem Pandemie-Winter mit Maskenpflicht.

PRO

Frankfurter Weihnachtsmarkt - Falsche Zeit für Glühwein

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
    schließen

Schärfere Regeln sollen die Corona-Infektionen in Schach halten. Muss jetzt auch der Weihnachtsmarkt sofort beendet werden? Ja, sagt unsere Autorin.

Frankfurt am Main - Wir alle wollen die Normalität zurück. Aber wir sind inmitten der vierten Corona-Welle. Die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages hat laut Robert-Koch-Institut den höchsten Stand seit Februar erreicht. Wir können das leider nicht vorspulen wie eine Serie auf Netflix, die unangenehmen Teile überspringen und direkt zum Happy-End-Teil übergehen: Die Corona-Inzidenzen explodieren und die Leiterin der Medizinischen Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, Sandra Ciesek, hält die Entwicklung eines an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffs für sinnvoll. Das twittert sie diesen Mittwoch. Also bleibt die Frage: Wie gut schützen uns die bisherigen Impfstoffe? Die Weltgesundheitsorganisation stuft die neue Virusmutante als „besorgniserregend“ ein.

Weihnachstmarkt in Frankfurt: Höchste Zeit, die Veranstaltung abzubrechen

Angesichts dieser Entwicklungen sind Großveranstaltungen momentan verantwortungslos – höchste Zeit also, den Weihnachtsmarkt abzubrechen. Sorry, aber 1,5 Meter Abstand halten geht einfach nicht im Gedränge der Innenstadt, wo eben auch Menschen sind, die auf der Zeil Weihnachtsgeschenke shoppen oder einfach so durchlaufen. Maskenpflicht reicht nicht.

Auch die 2G-Bereiche am Roßmarkt und am Friedrich-Stoltze-Platz sind eine Scheinsicherheit, denn auch Geimpfte können sich und andere anstecken. Gerade wenn sie sich beim Glühwein trinken längere Zeit ohne Maske gegenüberstehen und lauter sprechen, ist das trotz frischer Luft eine Gefahr. Die Standbetreiber:innen müssten bei Abbruch des Weihnachtsmarkts natürlich staatliche Hilfen bekommen. Aber es ist einfach die falsche Zeit für Glühwein und gebrannte Mandeln. Wie wollen wir das gegenüber Ärztinnen, Ärzten und Pflegepersonal rechtfertigen, die auf den Intensivstationen bis an den Rand ihrer Kräfte arbeiten?

Weihnachtsmarkt in Frankfurt: Wir müssen uns einschränken

Das Silvesterfeuerwerk ist bundesweit schon abgesagt, warum also den Weihnachtsmarkt weitermachen? Das ist unvernünftig. Es ist keine Pandemie der Ungeimpften, sondern eine Pandemie, in der wir alle drinhängen. Ein Zurück in die Normalität hat nur eine Chance, wenn wir uns alle eine Zeitlang einschränken. Nur dann könnte der nächste Weihnachtsmarkt wieder unbeschwert möglich sein und die Besucher:innen „Last Christmas“ von Wham! mitsingen. (Kathrin Rossendorf)

Ganz anderer Meinung ist FR-Redakteur Georg Leppert: Eine Absage kommt für ihn nicht infrage, denn die Corona-Regeln werden eingehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare