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Kulturdezernentin Ina Hartwig.

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Frankfurter Volksbühne kann im Januar eröffnen

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Kulturdezernentin Ina Hartwig führt bei einem Krisentreffen eine Einigung zwischen ABG-Chef Frank Junker und dem Komödianten Michael Quast herbei.

Die Ungewissheit ist vorbei. Die „Fliegende Volksbühne“ kann endlich landen. Am 24. Januar 2020 will Michael Quast jetzt sein Theater im Cantatesaal am Großen Hirschgraben in Frankfurt eröffnen. Dies ist ein wichtiges Ergebnis eines Krisentreffens, zu dem am Freitagnachmittag Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), Frank Junker, der Chef der städtischen Wohnungs-Holding ABG, und Quast zusammengekommen sind.

Die ABG als Bauherr des Theaters hatte das Haus nicht zum ursprünglich geplanten Premieren-Termin am 19. September fertigstellen können. Jetzt einigte man sich darauf, dass die Räumlichkeiten des neuen Theaters am 2. Dezember an Quast übergeben werden.

Für die finanziellen Probleme, die der Fliegenden Volksbühne entstanden sind, sagt die Kulturdezernentin „eine Entlastung“ zu. Die jetzt getroffene Vereinbarung solle allen Beteiligten Planungssicherheit geben, erklärt Hartwig. Sie bedankte sich bei Quast und Junker für ihren „konstruktiven“ Einsatz.

Quast hatte gegenüber der FR von mehreren Hunderttausend Euro finanziellen Schadens gesprochen. Der Komödiant und Theaterchef zeigt sich „froh und erleichtert“ über die jetzt gefundene Lösung.

Das erste Theaterstück am 24. Januar soll eine Uraufführung von Heinrich Hoffmanns „Struwwelpeter“ in einer Koproduktion mit dem Ensemble Modern sein. Das Stück wird eigens von Mitgliedern des Ensemble Modern komponiert.

ABG-Chef Frank Junker sagt zu, nun alle Baumaßnahmen zu beschleunigen, dass der neue Übergabetermin am 2. Dezember eingehalten werden kann.

Junker hatte für die Verzögerungen zuvor einen Schimmelbefall in den Theaterräumen aufgrund der großen Hitze des Sommers genannt. Quast musste mehr als 2000 bereits verkaufte Eintrittskarten wieder zurücknehmen und das Geld zurückzahlen. Tausende von gedruckten Programmen mit allen früheren Premiereterminen bis 2020 sind jetzt wertlos.

Vier Aufführungen können an anderen Spielstätten gezeigt werden.

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