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Frankfurter Volksbank bleibt auf Wachstumskurs

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Von: Christoph Manus

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So sieht es nun in den Räumen der Frankfurter Volksbank an der Börsenstraße in der Frankfurter Innenstadt aus.
Die Räume der Frankfurter Volksbank an der Börsenstraße in der Frankfurter Innenstadt sind bereits nach dem neuen Filialkonzept gestaltet. 13 weitere Geschäftsstellen werden in diesem Jahr modernisiert. © Frankfurter Volksbank

Die Frankfurter Volksbank hat trotz Corona ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Ihr Geschäftsgebiet könnte bald erneut wachsen. Es gibt Gespräche über die nächste Fusion.

Die Frankfurter Volksbank hat ihr Ergebnis dank eines erfolgreichen Kundengeschäfts im Vergleich zum Jahr 2020 deutlich verbessern können. Das Betriebsergebnis nach Bewertung stieg nach Zahlen, die Vorstandschefin Eva Wunsch-Weber am Mittwoch präsentierte, um 10,2 Prozent auf 91,9 Millionen Euro, der Jahresüberschuss um 13,2 Prozent auf 14,6 Millionen Euro. Die Genossenschaftsbank, die mit ihrer Bilanzsumme von nun 14,4 Milliarden Euro zu den größten in Deutschland zählt, wird dieses Jahr eine wegen ihres 160-jährigen Bestehens erhöhte Dividende von 7,6 Prozent ausschütten.

Das betreute Kunden- und Depotvolumen liegt nach einem Anstieg um 7,5 Prozent nun erstmals über der Marke von 30 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss wuchs um 0,9 Prozent, was Wunsch-Weber auch mit der positiven Entwicklung der Eigenanlagen erklärte. Der Provisionsüberschuss stieg um 6,2 Prozent.

Frankfurter Volksbank will Kunden eigene Online-Banking-App anbieten

2021 sei trotz der Corona-Krise eines der lebendigsten und bewegendsten Jahre für die Frankfurter Volksbank seit Beginn ihrer Zeit bei der Genossenschaftsbank gewesen, sagte Wunsch-Weber und sprach von einer „Aufbruchstimmung“. Dabei wies sie in der virtuellen Pressekonferenz etwa auf die Modernisierung des Filialnetzes hin. Drei Geschäftsstellen sind bereits umgebaut worden, 13 sollen in diesem Jahr folgen. Davon sind sieben in Frankfurt und fünf im Hochtaunuskreis, eine ist in Offenbach.

Die Zahl der Filialen sank im vergangenen Jahr durch die endgültige Schließung von Zweigstellen, die schon nach Ausbruch der Corona-Krise zugemacht wurden, von 98 auf 91. Weitere Schließungspläne gebe es derzeit nicht, sagte Wunsch-Weber – und betonte die Bedeutung der Filialen als Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt. Gleichzeitig kündigte sie an, die Frankfurter Volksbank werde ihren Kund:innen bald eine eigene Online-Banking-App bieten.

Frankfurter Volksbank führt Gespräche über eine Fusion mit der Rüsselsheimer Volksbank

Als Erfolg sieht die Vorstandschefin eine neue Plattform, auf der die Bank seit November Beratung und Service zum Thema Nachhaltigkeit bereitstellt. Zum Angebot zählt etwa ein neues Tool, mit dem sich die eigene Ökobilanz erstellen lässt.

Nach der im vorigen Jahr vollzogenen Fusion mit der VR-Bank Alzenau verhandelt die Frankfurter Volksbank bereits über den 21. Zusammenschluss mit einem anderen Institut. Wie Wunsch-Weber am Mittwoch bestätigte, laufen Gespräche mit der Rüsselsheimer Volksbank.

Für das laufende Jahr zeigte sich Wunsch-Weber zuversichtlich. Zumal sie mit einer anziehenden Konjunktur und einem schrittweisen Ausstieg aus den Negativzinsen rechnet.

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