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Die Initiative „Grüne Lunge“ kämpft um die Freizeitgärten im Nordend.
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Die Initiative „Grüne Lunge“ kämpft um die Freizeitgärten im Nordend.

Klimaschutz

Frankfurter Umweltpreis für „Grüne Lunge“

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Die Scherrer-Stiftung zeichnet die Bürgerinitiative aus, die sich gegen die Pläne für die Günthersburghöfe im Nordend wendet. Öffentliche Preisverleihung am Freitag.

Zum 20.-mal verleiht die Carl-&-Irene-Scherrer-Stiftung den Frankfurter Umweltpreis. In diesem Jahr geht er an die „Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark“, abgekürzt: Biegl.

Die Stiftung würdigt damit „den erfolgreichen Einsatz“ des Vereins „zugunsten gesunder Lungen im Frankfurter Nordend-Ost“, wie es in der Einladung zur öffentlichen Zeremonie am Freitag heißt. Die BI verteidige die artenreiche, als grüne Lunge fungierende Kleingartenanlage im Norden des Günthersburgparks.

Das Gebiet ist seit geraumer Zeit einer der Hauptschauplätze im Streit darüber, wie sich die Stadt künftig weiterentwickeln soll. Auf der einen Seite das Bedürfnis nach mehr Wohnraum, den die Stadtplaner dort unter dem Titel Günthersburghöfe errichten wollen – auf der anderen Seite der Wille zum Erhalt des Stadtgrüns, um das die „Grüne Lunge“ kämpft. Zuletzt schwenkte die Basis der Grünen um und entschied, mit ihrer Partei dürfe dort nur auf bereits versiegelten Flächen gebaut werden.

Die Scherrer-Stiftung bringt in dem Zusammenhang besonders das Thema Luftverschmutzung ins Spiel: Trotz europaweit geltender Gesetze und obwohl es ein Recht auf saubere Luft gebe, würden die Grenzwerte für gesundheitsschädliche Luftschadstoffe in Frankfurt und anderen Ballungsräumen regelmäßig überschritten. Das belaste die Gesundheit der Menschen, schade der Umwelt und dem Klima.

Die Bürgerinitiative demonstriere nicht nur für den Erhalt der „grünen Lunge“, die Sauerstoff für die Stadt produziert, sie kläre auch über deren Nutzen auf, lade zu lehrreichen Führungen ein, biete Workshops zu Umwelt- und Gartenthemen an und kooperiere mit anderen Umweltorganisationen über den Stadtteil hinaus.

Die im Jahre 2015 gegründete Bürgerinitiative erfülle eine wichtige Funktion, „indem sie nicht nur auf die Bedeutung von artenreicher Natur im städtischen Raum hinweist, sondern diese auch mit vielfältigen Aktionen verteidigt“. Sie sei politisch unabhängig.

Die Auszeichnung mit dem Umweltpreis zu diesem Zeitpunkt, kurz vor der Kommunalwahl, kann allerdings durchaus als politisches Statement verstanden werden. Der Stiftungsvorsitzende Christoph Scherrer verhehlt das auch gar nicht: „Mit der Preisverleihung an die Biegl verbindet sich die Hoffnung, dass die ,Grüne Lunge‘ im Kommunalwahlkampf noch mehr Gehör findet“, sagt er.

Bisherige Träger des Umweltpreises waren unter anderen das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn, Transition Town, Shout Out Loud, verschiedene engagierte Einzelpersonen und zuletzt die Deutsche Umwelthilfe.

Die Preisverleihung beginnt am Freitag, 19. Februar, um 17 Uhr. Wer per Video im Internet dabei sein möchte, meldet sich an unter scherrer@uni-kassel.de

Eine Podiumsdiskussion beschäftigt sich am Montag, 22. Februar, um 19 Uhr mit dem Ringen um die Günthersburghöfe. Übertragung auf dem Youtube-Kanal des Hauses am Dom.

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