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Frankfurter Tisch-Parlamente sind zurück

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Die Veranstaltungsreihe bietet einen Zugang zu Kommunalpolitik für Menschen mit Lernschwierigkeiten .

Menschen mit Lerneinschränkungen sind an Orten, an denen Bildungsangebote gemacht werden, nicht oder kaum vertreten“, betont Maria Hauf von der Lebenshilfe Frankfurt. „Um Menschen mit Lerneinschränkungen für inklusive Bildungsangebote zu gewinnen, braucht es mehr als ein gedrucktes Programm oder einen Newsletter.“

Deswegen ist die inklusive Vortragsreihe Frankfurter Tisch-Parlamente am Dienstagabend aus der Sommerpause zurück: Diesmal ist die Stadtverordneten-Vorsteherin Hilime Arslaner (Grüne) zu Gast.

Die Veranstaltung im Haus am Dom bietet ein niedrigschwelliges Angebot und einen einfachen Zugang zur Kommunalpolitik. Inklusiv bedeutet in diesem Kontext, dass auch Menschen mit Lernschwierigkeiten Einblicke in die Politik ermöglicht werden sollen. Das Format ist eine Kooperation von der Lebenshilfe , der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Caritasverband Frankfurt. Marco Göller von der Lebenshilfe, der die Reihe an diesem Abend moderiert, kennt die meisten persönlich und begrüßt sie gleich zu Beginn.

Die überschaubare Runde sammelt, bevor die Kommunalpolitikerin den Raum überhaupt betreten hat, gemeinsam Fragen. An dem Abend lauten diese beispielsweise: „Was sind Stadtverordnete?“ „Wie sieht ihr Arbeitstag aus?“ Oder: „Wie wird man überhaupt Stadtverordnete:r?“

Nach der halbstündigen Vorbereitungszeit kommt schließlich die eingeladene Politikerin und stellt sich und ihre Arbeit in leicht verständlicher Sprache vor. So soll ein Austausch auf Augenhöhe entstehen.

Als Modellprojekt gestartet sind die Veranstaltungen mittlerweile gut etabliert. Auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten bedeutet Bildung nicht nur Lesen und Schreiben, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung.

Dass Menschen mit Beeinträchtigung wie Lerneinschränkungen mit Kommunalpolitiker:innen ins Gespräch kommen, ist den Veranstalter:innen wichtig. Vieles, was Menschen mit Lernschwierigkeiten direkt betrifft, findet kommunal, eben vor der Haustür, statt. Aus diesem Grund sei ein Austausch wichtig.

Hilime Arslaner hat sich an diesen Abend viel Zeit genommen. Geduldig und leicht verständlich erklärt sie generelle Fragen, wie die Kommunalpolitik abläuft. Doch genauso beantwortet sie persönliche Fragen. Beispielsweise erzählt sie den Teilnehmenden wie sie in Frankfurt aufgewachsen ist, aber eben auch wie sie Kommunalpolitikerin geworden ist und dass ihr Lieblingsstadtteil Bornheim ist. Um den Aufbau der Kommunalpolitik deutlicher zu machen, malt sie einfach ein Schaubild auf.

Währenddessen scherzt sie, dass Zeichnen eigentlich nicht zu ihren Talenten gehört. Und auf die Frage, ob sie Kontakt mit Menschen mit Beeinträchtigung habe, gibt sie eine herzliche Antwort: „Ich gehe mit allen Menschen gleich um.“

Der nächste Termin ist am Donnerstag, (15. September), mit der Frankfurter Bundestagsabgeordneten Deborah Düring (Grüne). Informationen gibt es online: www.lebenshilfe-ffm.de

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