+
Susanne Schyns und Michael Meyer dürfen sich näher kommen, sie sind ein Ehepaar.

Kultur

Frankfurter Theaterhaus: Der Vorhang ist auf

  • schließen

Das Frankfurter Theaterhaus ist wieder geöffnet. Vorstellungen gibt es im Mai und Juni für die Kleinen.

Ich freu mich aufs Theaterstück“, sagt Emma. Zusammen mit ihrer Mutter ist die Fünfjährige ins Frankfurter Theaterhaus gekommen, um „Anziehsachen“, ein Schauspiel mit Gesang für Kinder ab zwei Jahren, zu sehen. Es ist die zweite Aufführung, die in dem Haus in der Schützenstraße seit der Lockerung der Corona-Beschränkungen zu sehen ist. Das Theaterhaus gehört zu den wenigen Kinder- und Jugendtheatern im Land, die ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen haben. „Als am Freitagabend vergangener Woche klar war, dass wir öffnen können, haben wir gleich für den folgenden Sonntag eine Vorstellung angesetzt“, sagt Gordon Vajen.

Während der verordneten achtwöchigen Zwangspause waren der Intendant und sein Ensemble trotz Kurzarbeit nicht untätig. Auf Youtube setzten sie ihre „Erzählzeit Frankfurt“ mit gut 30 Videos fort, in denen Erzählerinnen und Erzähler Märchen erzählten. Sie erarbeiteten auch genaue Pläne, wie der Spielbetrieb bei einer Wiedereröffnung unter Einhaltung der Corona-Regeln laufen könne.

Vorläufiger Spielplan

Auf dem vorläufigen Spielplan des Theaterhauses in Frankfurt stehen im Mai und Juni folgende Vorführungen:

Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr, und Montag, 18. Mai, 11 Uhr, „Das blaue Haus“, Compagnie Augenmusik, für Kinder ab fünf Jahren geeignet.

Sonntag, 24. Mai, 11 Uhr, und Mittwoch, 27. Mai, 11 Uhr, „Ein Schaf fürs Leben“, Theaterhaus Ensemble, für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

Freitag, 5. Juni, 18 Uhr, und Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr, „Stein auf Stein“, Theaterhaus Ensemble, für Kinder ab zehn Jahren geeignet. 

www.theaterhaus-frankfurt.de

Mit „Anziehsachen“ war es leicht, wieder ein Stück auf den Spielplan zu setzen. Die Schauspielerin Susanne Schyns und der Schauspieler Michael Meyer, beide Ensemble-Mitglieder, dürfen auf der Bühne gemeinsam in eine überdimensionale Papiertüte kriechen, weil sie ein Ehepaar sind und deshalb keinen Abstand voneinander halten müssen, wie andere Schauspieler es tun müssten. Die Zahl der Sitzplätze im großen Zuschauersaal wurde von 110 auf 24 reduziert, damit Sicherheitsabstände zwischen den einzelnen Familiengruppen eingehalten werden.

„Wir haben es genossen, wieder vor Publikum auf der Bühne zu stehen“, sagen Susanne Schyns und Michael Meyer über die ersten Aufführungen nach Ende der Theater-Schließung, Und Gordon Vajen ist erleichtert, dass es für sein Ensemble weitergeht, wenn ihn auch Sorgen drücken. „Mit 24 Sitzplätzen lässt sich der Spielbetrieb auf Dauer nicht aufrechterhalten“, sagt der Intendant. Derzeit spreche er deshalb mit dem Kulturamt darüber, ob das Theaterhaus Bürgerhäuser oder andere, große Veranstaltungsorte für Aufführungen nutzen könne, die mehr Sitzplätze böten und damit auch höhere Einnahmen über den Karten-Verkauf ermöglichten.

Vajen rechnet damit, dass der Spielbetrieb so richtig erst im Oktober anläuft, wenn hoffentlich auch in Kindertagesstätten und Schulen ein neuer Alltag eingekehrt ist und Klassen sowie Gruppen sich wieder auf den Weg ins Theater machen können. Im Mai und Juni stehen deshalb eher Stücke für Familien mit kleineren Kindern auf dem Programm.

Sechs neue Stücke will das Theaterhaus in der nächsten Spielzeit auf die Bühne bringen. Dank der finanziellen Hilfe des Förderkreises haben die Proben schon begonnen. Corona wird kein Thema werden. „Wir wollen schöne Geschichten erzählen, mit denen wir Mut machen und Hoffnung schenken“, sagt Vajen.

Karten  sind über AD Ticket, 069 / 407 662 10 oder 069 / 407 662 50, oder an der Kasse des Theaterhauses, Schützenstraße 12, erhältlich.  Alle Vorstellungen sind im Livestream zu sehen. Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich dafür bedanken und ein symbolisches Eintrittsgeld zahlen möchten, könnten dieses unter Angabe des jeweiligen Theaterstücks auf folgendes Konto überweisen: Freies Theaterhaus GmbH, Verwendungszweck: Titel des Stücks angeben, Frankfurter Sparkasse, IBAN: DE52 5005 0201 0200 3889 83, SWIFT-BIC: HELADEF1822. lad

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare