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Mark Rohde und Nadine Hunzinger an ihrem Stand.
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Mark Rohde und Nadine Hunzinger an ihrem Stand.

Ironman

Frankfurter Start-Up: Aerodynamisch trinken

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Nadine Hunzinger und Mark Rohde haben mit ihrem Start-Up Stealth Parts ein Trinksystem für Triathlonräder entwickelt, dass es möglich macht, beim Trinken in aerodynamischer Position zu bleiben.

Mark Rohde hält ein schwarzes, eckiges Kunststoffgefäß in der Hand. „Wenn man das in die Halterung im Vorbau schiebt“, sagt der 46-Jährige und führt vor, wie er es zwischen die Lenkgriffe des Triathlonrads einführt, „dann ist das bombenfest.“ 800 Milliliter Wasser passen in das 250 Gramm leichte Gefäß rein. So können Trinkflaschen an den Verpflegungsstationen einfach in den Tank eingefüllt werden. Ein weißer Trinkhalm, der von einem Ring aus magnetischem medizinischen Stahl umgeben ist, macht es möglich, während der Fahrt ohne den Kopf zu heben in Ruhe zu trinken und in aerodynamischer Position zu bleiben.

Rohde hat zusammen mit seiner Partnerin Nadine Hunzinger das Start-up Stealth Parts, was übersetzt „heimliche Teile“ bedeutet, gegründet. Das heimliche Teil ist die Halterung. Seit vier Monaten erst gibt es ihren Onlineshop, am Sonntag stehen sie unter einem Zelt am nördlichen Mainufer und präsentieren ihr Produkt bei ihrer ersten Messe während des Ironman Frankfurt. „Die üblichen Wasserflaschen, die Athleten während des Rennens gereicht bekommen, sind rund, wiegen leer etwa 400 Gramm, sind nicht aerodynamisch und fassen maximal 750 Milliliter Wasser. Das wollten wir verändern“, erläutert Rohde.

Vor zwei Jahren hat er sich mit Hunzinger noch selbst über die Ziellinie am Römer gequält. „Wir machen das sehr ambitioniert“, sagt die 36-Jährige. Vor allem auf Streckenabschnitten mit Kopfsteinpflaster in Maintal würden viele Eisenmänner und Eisenfrauen die Trinkflaschen verlieren. „Dieses Jahr sind schon fünf Athleten dabei, die mit unserem Trinksystem fahren“, berichtet Hunzinger.

Produktion in Deutschland

Ein Profi hätte es sich zum Testen mit nach Hause genommen. Sie seien vor allem da, um Leute kennenzulernen. Die Resonanz sei gut, auch wenn nicht angekündigt wurde, dass es eine Messe geben wird. „Das Werkzeug, um den minimalistischen Minikanister herzustellen, musste extra für den Spritzguss gebaut werden und wiegt 400 Kilogramm“, berichtet Rohde.

Produziert wird das Triathlon-„Aero Hydration System“ in der Wetterau in Ober-Mörlen. Dort holen sie die Teile mit dem Fahrrad ab und fahren sie nach Sachsenhausen, wo sie ihr Lager haben. Verschickt werden die Produkte in die ganze Welt – nur in die USA und die Arabischen Emirate noch nicht, wegen zu vieler Hürden beim Zoll.

Die Halterung passt auf die meisten, aber nicht auf alle Räder. Um das zu testen, gibt es auf der Webseite des Frankfurter Start-ups eine Schablone zum Ausdrucken, um zu prüfen, ob es ausreichenden Platz für das Trinksystem gibt. Im nächsten Jahr wollen Mark Rohde und Nadine Hunzinger auch wieder selbst beim Ironman an den Start gehen. Natürlich mit ihrem eigenen Produkt auf dem Rad.

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