1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Städel Museum will Geld von „Letzter Generation“

Erstellt:

Von: Georg Leppert

Kommentare

Im August kleben sich eine Frau und ein Mann im Frankfurter Städel an ein Bild von Nicolas Poussin. Nun präsentiert ihnen das Museum die Rechnung.

Frankfurt – Das Städel verlangt von zwei Klimaaktivist:innen der „Letzten Generation“ Schadensersatz in Höhe von 7000 Euro. Beide hatten sich im August an den Rahmen eines Bildes geklebt.

Aktionen der „Letzten Generation“, die auf radikale Weise für Klimaschutz kämpft, waren im Hochsommer durchaus auch in Frankfurt schon bekannt. Allerdings nicht in Museen. Die Aktivistinnen und Aktivisten blockierten vor allem Hauptverkehrsstraßen, indem sie sich auf die Fahrbahn setzten und ihre Hände mit Sekundenkleber am Asphalt befestigten.

Die „Letzte Generation“ setzt immer wieder auf spektakuläre Protestaktionen.
Die „Letzte Generation“ setzt immer wieder auf spektakuläre Protestaktionen. © dpa

Frankfurt: Städel Museum fordert Schadensersatz und stellt Strafanzeige

Am 24. August besuchten eine Frau und ein Mann der „Letzten Generation“ das Städel. Sie klebten sich mit jeweils einer Hand an den Rahmen des Bildes „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“ von Nicolas Poussin. Das Werk stehe symbolisch für den zerstörerischen Kurs der aktuellen Politik, teilte die Gruppe mit.

Anders als ein Protest in der Galerie Alte Meister in Dresden am Tag zuvor hatte die Aktion in Frankfurt kaum Auswirkungen auf den Museumsbetrieb. Das Städel musste wegen der beiden Aktivist:innen nicht schließen. Der Schaden an dem vergoldeten Rahmen, der mittlerweile restauriert ist, war mit 7000 Euro durchaus beträchtlich. Diesen sollen die Verursacher:innen begleichen, zudem hat das Städel Strafanzeige gestellt. (Georg Leppert)

Die Polizeigewerkschaft fordert Präventivhaft gegen Klimaaktivist:innen – in Bayern sind laut Carla Rochel von der „Letzten Generation“ schon 21 eingesperrt. Für die Regierung hat sie eine Hausaufgabe.

Auch interessant

Kommentare