Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nicht wiederzuerkennen: der Ausstellungssaal für die Alten Meister Süd im Umbau. Michael Schick
+
Nicht wiederzuerkennen: der Ausstellungssaal für die Alten Meister Süd im Umbau. Michael Schick

Museen

Frankfurter Städel baut um für neues Farb- und Lichtkonzept

Alte Meister sollen in neuem Licht erstrahlen. Arbeiten ziehen sich bis in den Herbst hinein.

So verlassen haben Sie das Städel noch nie gesehen! Zumindest die Ausstellungsräume der Alten Meister. In denen befinden sich nämlich gerade weder Museumsgäste noch Ausstellungsstücke. Noch bis diesen Herbst finden dort Bauarbeiten statt, um das Farb- und Lichtkonzept besser an die bestehende Sammlung anzupassen.

„Rund zehn Jahre nach der letzten Renovierung war die Präsentation etwas in die Jahre gekommen, sowohl technisch als auch gestalterisch“, begründet Städel-Direktor Phillip Demandt den Umbau. Den bisher in bunten Farben strahlenden Wänden wird ein komplett neuer Anstrich verpasst. Bisher sei der Unterschied zwischen den Alten Meistern Süd und den Alten Meistern Nord durch die Farbgestaltung sehr deutlich. Jetzt sollen sie sich durch graue und bläuliche Wandfarben etwas näher kommen.

Der zweite Schwerpunkt der Umgestaltung liegt im Einsatz des Lichtes. Die großen Ausstellungssäle werden tagsüber mit hellem Tageslicht durchflutet, das bei einbrechender Dunkelheit durch LED-Lampen unterstützt wird. Die gleichen LEDs werden nun auch an den Decken der Seitenkabinette installiert. Dabei soll das Tageslicht der großen Räume nachgeahmt werden, so dass beim Betreten der Kabinette kein merklicher Unterschied der Beleuchtung besteht. Außerdem sorge das Licht der LEDs für eine optische Vergrößerung der Räume, so Pressereferentin Susanne Hafner.

Neugestaltung

924 LED-Leuchten werden in den Oberlichtsälen und Kabinetten angebracht.

4856 Quadratmeter Wandfläche werden neu gestrichen. Dafür sind 1285 Liter Farbe nötig.

400 neue Label und 22 neue Saaltexte sollen entwickelt, geschrieben und angebracht werden.

Drei neue Werke hat das Städel erworben. Sie werden erstmals bei der Wiedereröffnung präsentiert.

Das Konzept wurde von Direktor Phillip Demandt zusammen mit den Sammlungsleitern Bastian Eclercy und Jochen Sander sowie der Leiterin des Ausstellungsdienstes Katja Hilbig ausgearbeitet. Letztere war bereits an dem Umbau von 2011 beteiligt. Ihre Überlegungen orientieren sich vor allem daran, wie das Städel nach dem Wiederaufbau 1963 aussah. So bleibt zum Beispiel auch der schwarze Schieferboden erhalten.

Bereits seit Oktober 2020 wird an dem neuen Konzept gearbeitet. „Wir haben die coronabedingte Schließzeit für die Vorarbeiten intensiv genutzt, sodass wir nun über den Sommer die Arbeiten in den Sammlungsräumen voranbringen können“, berichtet Demandt. Außerdem werden die Label-Texte überprüft und erneuert.

Für die großflächige Umgestaltung mussten über 350 Werke abgehangen und ausgelagert werden. Die Zeit der Umgestaltung wird gleichzeitig genutzt, um einige der Gemälde einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Im Rahmen eines Forschungsprojekts werden die Werke mithilfe einer minimalinvasiven Methode analysiert. So treten bestimmte Pigmente klarer hervor, und es lässt sich mehr über spätere Übermalungen oder Restaurierungen erfahren.

Im Herbst sollen die Werke wieder in die neu gestrichenen Säle im Städel zurückkehren. Am 6. Oktober wird die große Rembrandt-Ausstellung eröffnet. Dann sollen die Besucher:innen auch die Alten Meister wieder bewundern können.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare