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Eine Ideenskizze zeigt, wie ein Opernhaus in der Wallanlage platziert werden könnte. GMP-Architekten
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Eine Ideenskizze zeigt, wie ein Opernhaus in der Wallanlage platziert werden könnte.

Städtische Bühnen

Frankfurt: Standort der Städtischen Bühnen - fünf Varianten liegen vor

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Wohin werden Schauspiel und Oper gebaut? Im Kulturausschuss diskutieren die Stadtverordneten über den Untersuchungsbericht zu verschiedenen Standorten.

Frankfurt am Main - Stadtverordneter Thomas Bäppler-Wolf (SPD) ist froh, dass „es endlich soweit ist“. Dass nun über den Standort der Städtischen Bühnen entschieden werden kann. Wie schon am Morgen vor der Presse stellte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Donnerstagabend dem Kulturausschuss den Untersuchungsbericht der Stabstelle zur Zukunft der Städtischen Bühnen vor, in dem fünf Standortvarianten geprüft worden sind. „Die Menschen, die bei den Städtischen Bühnen arbeiten, liefern sensationelle Arbeit ab“, sagte Bäppler-Wolf. „Sie haben auch ein sensationelles Haus verdient.“

Wo das stehen wird, das ist noch nicht klar, aber „die Stadtverordneten haben nun eine gute Entscheidungsgrundlage“, sagte Uwe Paulsen (Grüne). Die Zeit dränge, schließlich hänge ein Damoklesschwert über der maroden Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz. „Irgendwann sagt vielleicht der Brandschutz, dass das Gebäude nicht mehr bespielbar ist.“ Je eher ein neues Gebäude fertig sei, desto besser sei es.

Städtische Bühnen Frankfurt: „Am genialsten wäre aber, wenn die Oper bleibt“

In dem Untersuchungsbericht haben die Experten die Umsetzbarkeit von fünf verschiedene Varianten überprüft. Drei davon sind nun in der engeren Auswahl. Sie sehen alle innerstädtische Lösungen für den Bau von Schauspiel und Oper vor. Hartwig machte im Ausschuss durchaus deutlich, dass sie Variante 2 bevorzugt, bei der das Schauspiel am derzeitigen Platz neu gebaut wird und die Oper an der Neuen Mainzer Straße auf dem Sparkassen-Gelände entstehen würde.

Sylvia Momsen (Grüne) findet die Variante auch gut, „am genialsten wäre aber, wenn die Oper bleibt und das Schauspiel weiterzieht.“ Für Hartwig ist das nicht ausgeschlossen. „Theoretisch ist das möglich, aber dann müsste ein Interimsstandort für die Oper gefunden werden.“ Und der sei besonders teuer und könnte gespart werden, wenn sie an anderer Stelle einen Neubau erhält.

Auch für Nils Kößler (CDU) hat Variante 2 „Charme“. Die CDU hatte Variante 5 mit dem Bau von Schauspiel und Oper am Osthafen bevorzugt. Sie kam nun nicht in die engere Auswahl, weil sie laut Hartwig unter anderem weder an den ÖPNV angeschlossen sei, noch zur Aufwertung der Innenstadt beitrage. Kößler sieht zwar auch weiterhin Vorteile bei der Osthafen-Variante, „aber wir sind realitätstauglich“. Er wollte dann auch realistisch wissen, mit welcher „Hausnummer“ die Dezernentin beim Erwerb des Sparkassen-Areals rechne.

Städtische Bühnen Frankfurt: Jutta Ditfurth skeptisch

Zu den Grundstückskosten konnte Hartwig nichts sagen, grundsätzlich gebe es aber eine Bereitschaft zum Verkauf. „Wir brauchen nun den Auftrag, damit wir in Verhandlungen treten können.“ In der Vergangenheit sei das nicht möglich gewesen, da in der alten Koalition aus CDU, SPD und Grünen es eben Differenzen über die Standortfrage gegeben habe.

Jutta Ditfurth (Ökolinx) war skeptisch, ob nun alles schon ausgemachte Sache sei und „der Magistrat übermorgen was beschließt und wer nicht in der Koalition ist kaum noch japsen kann“. Zeit werde gebraucht, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Das sieht Hartwig nicht anders. „Die Stadtverordneten können sich die Zeit nehmen, die sie brauchen.“ Es sei eine wichtige Entscheidung und „es muss Raum für Diskussionen geben“. (Sandra Busch)

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