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Frankfurter Stadtverordnete appellieren an Radeberger

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Von: Georg Leppert

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Die Stadtverordneten machen sich für Binding stark.
Die Stadtverordneten machen sich für Binding stark. © Renate Hoyer

Die Römer-Koaltion bedauert das geplante Aus für die Binding-Brauerei in Sachsenhausen. CDU und Linken reicht das nicht.

Die Stadtverordnetenversammlung macht sich für den Erhalt der Binding-Brauerei stark – wenn auch nicht in der Konsequenz, die sich die Fraktionen von CDU und Linke gewünscht hätten. Das ist das Ergebnis einer Debatte im Ältestenausschuss des Parlaments am Donnerstag.

Angenommen wurde ein Antrag der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt, in dem „das plötzliche Aus“ für die Brauerei in Sachsenhausen bedauert wird. Die Politiker:innen appellieren an die Radeberger-Gruppe, ihre Entscheidung zu überdenken. Gleichzeitig bekunden die Stadtverordneten ihren Willen, das Areal an der Darmstädter Landstraße weiterhin als Gewerbefläche zu nutzen.

Opposition: Binding-Antrag zu defensiv

Es sei unangebracht, jetzt schon über die Zukunft der Flächen zu diskutieren, sagte Yannick Schwander (CDU). Noch gebe es Möglichkeiten, die Arbeitsplätze zu retten. Michael Müller (Linke) nannte den Antrag der Koalition „zu defensiv“. Die Beschäftigten der Brauerei „brauchen ein Signal, dass wir an ihrer Seite stehen“.

Ursula Busch (SPD) verteidigte den Antrag. Radeberger habe eine unternehmerische Entscheidung getroffen, auf die die Stadt Frankfurt keinen Einfluss habe. Insofern bleibe nur der Appell. Die Koalition zeige aber, dass das Unternehmen die Fläche „nicht versilbern“ könne, indem dort teure Wohnungen gebaut würden. Schwander überzeugte das nicht. Das Gelände sei im Bebauungsplan ohnehin als Gewerbefläche vorgesehen.

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