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Die Frankfurter Skyline soll gezielter wachsen als früher.

Stadtentwicklung

Skyline soll weiterwachsen können

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Frankfurt will mit einem Rahmenplan den Bau weiterer Hochhäuser ermöglichen. Das allerdings nur noch in bestimmten Arealen.

Die Pläne zur Fortschreibung des Hochhausrahmenplans werden konkreter. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hat jetzt klargemacht, dass es zusätzliche Standorte für Hochhäuser nur im Bankenviertel, am Danziger Platz und am Eingang zum Osthafen im Ostend sowie in einem teils zum Bahnhofsviertel, teils zum Gutleutviertel gehörenden Areal in der Nähe des Mains geben soll. „Nach einem gründlichen Vorbereitungs- und Analyseprozess haben wir uns entschieden, die weitere Hochhausentwicklung auf die Revision, Erneuerung und Nachverdichtung klar begrenzter, bestehender und sehr gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erschlossener Cluster und Standorte zu konzentrieren“, teilte er am Mittwochnachmittag mit. Das bedeutet, wie sein Sprecher Mark Gellert, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau bestätigt, auch: Die Stadt will keine neuen Türme mehr an Stellen zulassen, die nicht im bisherigen Hochhausrahmenplan oder dessen geplanter Fortschreibung vorgesehen sind.

Ohnehin ist nach vielen Jahren, in denen es als erstrebenswert galt, die Skyline stark wachsen zu lassen, Frankfurt noch amerikanischer zu machen, langsam ein gewisses Umdenken spürbar. „Hochhäuser rechtfertigen sich nur noch durch die Schaffung eines städtebaulichen Mehrwerts“, sagt Josef etwa. Diese müssten so gebaut werden, dass sie sich den Vierteln, in denen sie entstehen, öffnen. Wichtig ist Josef auch eine stärkere Mischnutzung, bei der auch kulturelle und soziale Angebote eine Rolle spielen sollen.

Mit städtebaulichen Studien für den Hochhausrahmenplan hat die Stadt jetzt zwei Bürogemeinschaften beauftragt, die diese getrennt voneinander, aber im Austausch erarbeiten sollen. Dem einen Team von Architektur- und Planungsbüros gehören die Büros „03 Architekten“, „Thomas Müller, Ivan Reimann“ und „EBP Schweiz“ an. Das andere bilden das Büro „AS+P“ und das „Austrian Insitute of Technology“. Josef erhofft sich „einen frischen Blick“ auf Frankfurt und die Areale, in denen sich Hochhauspulks befinden oder im Entstehen sind. Die Entwürfe sollen Ende April vorliegen.

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