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Frankfurt

Frankfurter Runden erfreuen nicht jeden

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Die Marathon-Organisatoren in der Stadt machen sich gegenseitig Konkurrenz - und so ballen sich Termine in nur wenigen Tagen

Wer immer schon mal einen Wettbewerb auf der legendären Laufstrecke des Ironman Frankfurt absolvieren wollte, erhält dazu bald die Gelegenheit. Mit den „Frankfurter Runden“ gibt es am 24. Oktober erstmals eine Breitensportveranstaltung am Mainufer zwischen Main-Neckar- und Osthafenbrücke. Die 10 Kilometer lange „Frankfurter Runde“ war Anfang des Jahres von der Stadt am Mainufer ausgeschildert worden. Die Sportveranstalterin Annette Albers (City-Triathlon) und Björn Steinmetz (vormals Ironman Frankfurt) waren dann auf die Idee gekommen, auf der Laufstrecke eine gleichnamige Breitensportveranstaltung aus der Taufe zu heben. „Das könnte eine gute Ergänzung im Veranstaltungskalender sein“, findet Steinmetz.

Jo Schindler, der Organisator des Frankfurt-Marathons sieht das allerdings etwas anders. Denn die Frankfurter Runden sind nur eine Woche vor dem virtuellen Marathon, den er anbietet. „Ich bin da schon sehr pikiert, verwundert, enttäuscht“, gesteht Schindler und spricht von einem „Affront gegen den Frankfurt-Marathon“, zumal zuvor niemand mit ihm über diese neue Veranstaltung gesprochen habe. Annette Albers will ihr Angebot eher als „Unterstützung“ für das Langstrecken-Event sehen: „Wir haben nicht den Anspruch Konkurrenz zum Marathon zu sein.“

Zudem seien die Frankfurter Runden lediglich in diesem Jahr im Oktober geplant und ab dem kommenden Jahr dann Ende Mai. Für Schindler nur ein schwacher Trost. Mit der Argumentation der Unterstützung kann er nichts anfangen: „Ich weiß nicht wie Frau Albers reagieren würde, wenn ich eine Woche vor ihrem City-Triathlon selbst einen Triathlon anbieten würde.“

Thomas Rautenberg, Chef des großen Frankfurter Laufvereins „Spiridon“, der selbst zwei Lauf-Events im Jahr anbietet, freut sich über das zusätzliche Angebot: „Jede Veranstaltung ist willkommen.“ Einen Affront gegen den Frankfurt-Marathon sieht er nicht. „Die neue Veranstaltung ist wohl aus der Enttäuschung heraus entstanden, dass der Frankfurt-Marathon nicht stattfindet“, vermutet Rautenberg.

Eine indirekte Kritik an Schindler und seinem Team, die dieser so nicht akzeptiert: „Ich stehe zu der Entscheidung, sie war absolut richtig.“ Zum Zeitpunkt der Absage im Juli habe ihm das städtische Gesundheitsamt nur eine vorläufige Erlaubnis erteilen wollen und darauf hingewiesen, dass die Inzidenz im Oktober 2020 von 14,9 am Anfang auf 110 am Monatsende gestiegen sei. Dass der Inzidenzwert zum jetzigen Zeitpunkt für die Beurteilung des Infektionsgeschehens nicht mehr maßgeblich ist, habe im Juli niemand ahnen können.

Wer an den Frankfurter Runden teilnehmen möchte, bleibt es übrigens selbst überlassen, ob er die Veranstaltung als Vorbereitung oder Ersatz für den virtuellen Frankfurt-Marathon nutzen will. Denn gelaufen werden können eine, zwei, drei, vier oder fünf Runden à zehn Kilometer. Allerdings liegt die Teilnahmegebühr je nach Anmeldezeitpunkt zwischen 36 und 55 Euro, unabhängig davon ob zehn oder 50 Kilometer gelaufen werden. „Für eine Runde ist das vielleicht ein bisschen teuer“, räumt Organisator Steinmetz ein. Insofern sind die diesjährigen Frankfurter Runden wohl doch eher Konkurrenz als Vorbereitung für den virtuellen Frankfurt-Marathon, der kostenlos sei, wie Schindler betont.

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