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Frankfurter Polizei: Gute Kommunikation

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Von: Timur Tinç

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Der Frankfurter Polizeipräsident Stefan Müller bei seiner Amtseinführung.
Der Frankfurter Polizeipräsident Stefan Müller bei seiner Amtseinführung. © Christoph Boeckheler

Der Frankfurter Polizeipräsident Stefan Müller sucht das Gespräch mit den Communitys. Sein Besuch in der Abu-Bakr-Moschee nach dem Polizeieinsatz ist ein gutes Zeichen.

Zueinander finden und nicht übereinander reden. Dieses Credo hat Stefan Müller bei seiner Ernennung zum neuen Frankfurter Polizeipräsidenten im vergangenen Juli ausgegeben. Nach rund sechs Monaten im Amt lässt er keinen Zweifel daran, dass es ihm ernst damit ist.

Er hat sich mit Mitgliedern der LGBTQ-Szene nach den Angriffen auf queere Personen und Beschwerden über wenig sensiblen Umgang der Polizei getroffen. Es gab ein Gespräch mit der BPOC-Community, wo es um das heikle Thema Racial Profiling ging. Müller war zu Gast in verschiedenen Ausschüssen im Römer und hat sich mehr Zeit genommen als eingeplant. Das ist gut, das ist wichtig.

Nach einem großen Polizeieinsatz wegen eines Fehlalarms in der Abu-Bakr-Moschee am Freitag ist er am Sonntag nach Hausen gefahren, um mit dem Vorstand und zu der Gemeinde zu sprechen. Ein wichtiges Zeichen, um den Menschen zu zeigen, dass er ihre Sorgen ernst nimmt und um Vertrauen zurückzugewinnen.

Natürlich müssen nach den Worten jetzt auch Taten folgen und der Einsatz entsprechend aufgearbeitet und die Kommunikation aufrechterhalten werden.

Genauso wichtig ist es, den Täter zu finden, der über eine Notruf-App den Fehlalarm ausgelöst hat. Neue technische Möglichkeiten, die Polizei zu kontaktieren sind zwar prinzipiell schön und gut, aber diejenigen, die damit Schindluder treiben, müssen mithilfe dieser Technik auch gefasst werden können.

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