1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurter Parteien verzichten auf Streit am Aschermittwoch

Erstellt:

Von: Georg Leppert

Kommentare

Armand Zorn spricht bei der SPD.
Armand Zorn spricht bei der SPD. © christoph boeckheler*

SPD will über den Krieg reden, die meisten anderen Parteien machen gar kein Programm.

Normalerweise ist der Aschermittwoch die Zeit der Abrechnung mit dem politischen Gegner. Selbst über Koalitionspartner fallen an diesem Tag harte Worte. Normalerweise. Aber was ist schon normal in diesen Zeiten?

Die SPD etwa lädt für den morgigen Mittwoch, 19.30 Uhr, ins Theater Willy Praml in der Waldschmidtstraße 19 ein. Auch einen Livestream vom Abend gibt es (www.spd-frankfurt.de). Doch harte Worte in Richtung der CDU seien nicht vorgesehen, sagt der stellvertretende Vorsitzende Kolja Müller. Mit den beiden Frankfurter Bundestagsabgeordneten, Kaweh Mansoori und Armand Zorn, soll vielmehr über den Krieg in der Ukraine gesprochen werden.

Dabei ist es schon außergewöhnlich, dass die SPD in diesem Jahr überhaupt zu einer Veranstaltung einlädt – und das auch noch in Präsenz. Das tut außer den Sozialdemokraten nur die FDP. Von 19 Uhr an spricht im Maingau Stadthotel, Lange Straße 26, der Bundestagsabgeordnete Otto Fricke.

Grüne und CDU verzichten auf einen politischen Aschermittwoch. Mit nahezu gleichlautenden Erklärungen. Eine solche Veranstaltung brauche viel Vorlauf, sagt die Sprecherin der Grünen, Julia Frank. Schon im Herbst müsse man damit beginnen, und da sei nun wirklich nicht klar gewesen, dass derartige Treffen wieder möglich sein würden.

Und Online-Veranstaltungen? Das hatten beide Parteien im vergangenen Jahr versucht. „Aber der politische Aschermittwoch lebt vom Live-Erlebnis“, sagt Frank Immel von der CDU in Harheim, der die Veranstaltung regelmäßig für die Christdemokraten organisiert. geo

Auch interessant

Kommentare