Peter Feldmann erklärt der Gruppe ein Gemälde im Weingut am Römer.
+
Peter Feldmann erklärt der Gruppe ein Gemälde im Weingut am Römer.

Tagesfahrt

Frankfurter Oberbürgermeister auf Tuchfühlung mit der Region

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
    schließen

FR-Leserinnen und -Leser reisen mit Frankfurts OB Peter Feldmann in die Wetterau.

Frankfurt und die Region – es ist einfach nicht immer ein unbeschwertes Verhältnis. Aber es sollte eines werden, sagt zumindest Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, deren Vertreter einst gerne „achtspännig“ in den benachbarten Kommunen vorfuhren, wie der SPD-Politiker einräumt. Nun mag man entgegnen, dass auch Feldmanns Verhältnis zum Umland nicht durchweg gut war/ist. In Steinbach etwa konnte man sich nie mit den Frankfurter Plänen anfreunden, einen großen Stadtteil zu bauen, der bis etwa 45 Zentimeter vor die gemeinsame Stadtgrenze reicht. Aber für Entgegnungen ist auf der Tagesfahrt, die Feldmann am Freitag mit FR-Leserinnen und -Lesern in die Wetterau unternimmt, keine Zeit. Dafür ist das Programm viel zu dicht gedrängt.

Moment einmal! Tagesfahrt? Mit dem Bus? In diesen Zeiten? Ja, stimmt alles, aber unter ganz anderen Vorzeichen als gedacht. Im März hatten 30 Leserinnen und Leser die Tour mit Feldmann gewonnen. Wegen des Virus, das blöder ist als alle Witze über Frankfurter, Offenbacher, Steinbacher zusammen, musste die Fahrt abgesagt werden. Nun waren genau neun Teilnehmerinnen dabei (die anderen Gewinner fahren zu einem späteren Zeitpunkt mit), sie verteilten sich in einem riesigen Bus, trugen bei unvermeidbarer Nähe Masken und ließen sich vom Busfahrer wieder und wieder die Hände desinfizieren.

Und so ging es also los. Themen der Reise: Wein und Demokratie und regionale Beziehungen. Im Weingut am Römer erklärte Feldmann die Bedeutung des Handels im Mittelalter, insbesondere des Weinhandels. Im Übrigen hätten es sich Händler schlicht nicht leisten können, Menschen zu diskriminieren, weshalb Frankfurt seit jeher weniger Probleme mit Ausgrenzung gehabt habe. Dann Weinprobe am Lohrberg und auf nach Bad Vilbel, wo sich der Frankfurter OB so gut auskennt, dass er den Busfahrer durch die Stadt lotsen kann, aber es gibt schließlich auch einen gemeinsamen Fluss und gemeinsame Verkehrsprojekte. Später folgen Friedberg (wo die Frankfurter ABG Wohnungen baut) mit Burgbesuch sowie Bad Nauheim und Butzbach. Und am Ende steht die Erkenntnis: Es hat Spaß gemacht. Auch in diesen Zeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare