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Von Krähen lernen heißt Abstand halten lernen.

Homestory

Die Frankfurter Natur nach Hause holen

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Am besten mit Musik: weitere Tipps aus Frankfurt für die Zeit des Drinnenseins.

Es gibt viele Arten, sich und seine Lieben jetzt bei Laune zu halten. Eine davon sendet uns Veronika Geißler aus Oberursel: „Was ich treibe mit meiner vielen Freizeit?“, fragt sie – und antwortet gleich selbst: „Zum Beispiel spazieren gehen und fotografieren, natürlich gemäß dem Motto ,Abstand halten‘.“ Dazu gehört das Foto mit den zwei sozial distanzierten Krähen. „Vorbildlich“ hat sie es genannt. Und wer wollte da widersprechen?

Ja, die Rabenvögel sind eben schlaue Vögel. Einige von ihnen treiben sich garantiert auch gerade im Botanischen Garten herum, einem der schönsten Orte in Frankfurt, an denen wir jetzt, ausgerechnet jetzt, nicht sein dürfen. Gartenleiter Manfred Wessel möchte aber nicht, dass wir traurig sind, und hat uns deshalb auf einen kleinen Film hingewiesen. Er ist dank Martina Wolf und Elke Brude auf der Internetseite botanischergarten-frankfurt.de zu finden und zeigt einen Rundgang durchs Gelände mit den beachtenswerten Pflanzen aus dem März. Ein kleiner, ruhiger Film, der zeigt, wie schön es dort ist, wo wir gerade nicht sind. Und über Pflanzen kann man auch was lernen. Man munkelt, für die folgenden Monate soll Vergleichbares in Planung sein.

Ganz ähnlich verhält es sich mit einem Film, den Matthias Steng gemacht hat – nur mit einer anderen Art schöner Natur: Er zeigt Strände, Sonne und Meer – und dazu läuft Musik, die er selbst komponiert und in seinem Homeoffice aufgenommen hat. „Momentan ist meistens das Haus voll, zumindest mit denen, die da wohnen – da sollte man sich vielleicht nicht unbedingt gegenseitig nerven“, schreibt er uns. Trotzdem ließe sich doch das Hausinstrument wieder vorkramen, um die eingerosteten musikalischen Fähigkeiten zu üben. „Am Ende steht dann vielleicht ein Lied, das man schon immer mal spielen wollte.“

Steng selbst hat seine Schlagtechniken an der Gitarre verfeinert und kam dabei auf die Idee für seinen „Song From Home“, den es auf dem Videoportal Youtube zu sehen und zu hören gibt (www.youtube.com/watch?v=WdZJ1VY9PtE). „Das teile ich gerne mit anderen, um wenigstens mal für zweieinhalb Minuten daran zu denken, wie es vor Corona war (ist das wirklich erst so kurz vorbei?) und wie es irgendwann auch wieder sein wird“, schreibt er. Und wir freuen uns über diese schönen Beispiele, die Zeit gewinnbringend zu überbrücken, die wir noch vorsichtig bleiben müssen. Sie haben auch eine Idee, die den anderen Leserinnen und Lesern dabei hilft? Dann immer her damit. Wir sammeln unter der Mailadresse online@fr.de.

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