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Affenliebe: Mama Indah, Baby Bukit und Freundin der Familie Rosa (v.l.).
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Affenliebe: Mama Indah, Baby Bukit und Freundin der Familie Rosa (v.l.).

Zoo Frankfurt

Frankfurter Nachwuchs in Rot

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Zoo begrüßt ein Orang-Utan-Baby, leider vorerst hinter den Kulissen. Der Kleine steht auch symbolisch für den Tuerschutz.

Am Mittwoch, als der Zoo wieder öffnete, war es offenbar noch geheim. Am Donnerstag durften es dann alle wissen: Es gibt Nachwuchs im Borgori-Wald! Es ist ein – Hügel!

Also eigentlich ein Bukit, so heißt der kleine Orang-Utan-Junge, den Muttertier Indah bereits am 9. Februar zur Welt brachte. Und indonesisch Bukit heißt deutsch: Hügel. Wie kam der Zoo auf den Namen? Wegen des Bukit-Tiga-Puluh-Schutzprogramms der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Das hilft den Orang-Utans in ihrer Heimat auf der indonesischen Insel Sumatra. Mitfinanziert wird das Programm durch den sogenannten Naturschutz-Euro, den Zoobesucherinnen und -besucher seit dieser Woche mit dem Eintrittspreis bezahlen. So schließt sich der Kreis.

Für die 13-jährige Indah ist es das erste Baby. Die Geburt hatte sich schon angedeutet: Am Tag zuvor habe sich die ganze Gruppe schon um Indah versammelt, berichtet Zoodirektor Miguel Casares. „Die junge Indah macht ihre Sache sehr gut und kümmert sich hervorragend um ihr Kleines“, bescheinigt er der jungen Mutter. Außerdem sei die erfahrene Mitbewohnerin Rosa ständig in der Nähe, als ob sie Indah unterstützen wollte.

„Der kleine Bukit steht für die Verzahnung des Frankfurter Zoos mit der Projektarbeit von Organisationen wie der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Der neue Naturschutz-Euro fließe als freiwillige Spende zu 100 Prozent in Projekte wie auf Sumatra. Dort betreibt die ZGF unter anderem eine Dschungelschule zur Vorbereitung von Orang-Utans auf die Auswilderung.

Der Sumatra-Orang-Utan sei vom Aussterben bedroht, sagt Antje Müllner, Leiterin des ZGF-Referats Südamerika und Südostasien. „Vor allem der Lebensraumverlust gefährdet die Primaten.“ Schuld ist meist die Waldrodung für den Anbau von Ölpalmen. Betroffen seien zudem unzählige andere Arten wie Elefanten, Tiger und Tapire.

Das im Jahr 2000 begonnene Projekt auf Sumatra sei inzwischen zum umfassenden Landschaftsschutzprogramm geworden, sagt Müllner. Mehr als 170 Sumatra-Orang-Utans seien in Bukit Tiga Puluh angesiedelt worden, regelmäßig kämen dort Jungtiere in ihrem natürlichen Lebensraum zur Welt. „Unser Ziel ist der Aufbau einer überlebensfähigen Orang-Utan-Population und die langfristige Erhaltung dieses Lebensraums.“

Der kleine Bukit wird dem Publikum im Zoo noch lange verborgen bleiben, denn wegen der Corona-Infektionsgefahr ist das Menschenaffenhaus geschlossen. Aber kommt Zeit, kommt Rat – und vielleicht kommen ja noch mehr kleine Orang-Utans. Immerhin heißt das Schutzprogramm Bukit Tiga Puluh übersetzt: drei Dutzend Hügel.

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