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Vier Tage für die Welt von morgen

  • Thomas Stillbauer
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„Zukunftsfragen“, die Frankfurter Konferenz zur Nachhaltigkeit, lädt zur Beteiligung ein. Prominente Redner sind im digitalen Format zu erleben.

Krisengebeutelt seien wir, sagt Christof Schenck, der Geschäftsführer der weltweit engagierten Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Der Klimawandel, der Verlust der biologischen Vielfalt, dazu die Covid-19-Pandemie – Schenck warnt seit vielen Jahren vor den Folgen von Überbevölkerung und Lebensraumzerstörung. „Dabei stehen wir bei allem erst am Anfang“, sagt er, „beziehungsweise vor dem Abgrund.“

DIE KONFERENZ

„Zukunftsfragen – Frankfurter Konferenz zur Nachhaltigkeit“: Unter dem Titel geht es an vier Abenden darum, was aus der Erde, vor allem aber aus der Menschheit werden soll: vom 23. bis zum 26. November. Die EKHN-Stiftung und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung laden ein. Die Frankfurter Rundschau ist Medienpartnerin der Veranstaltung. Am Montag, 23. November, um 18.30 Uhr eröffnen EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung und Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger die Konferenz. Anschließend gibt es Abend für Abend thematisch gegliederte Beiträge, jeweils ab 18.30 Uhr. Am Dienstag geht es um Herausforderungen, am Mittwoch um Lösungen, am Donnerstag folgen Resümee und Diskussion. Dabeisein ist per Zoom-Konferenz und im Livestream möglich. Alles Wissenswerte dazu: https://zukunftsfragen.online

Wie nahe wir dem Abgrund schon sind, aber auch, wo der Weg zurück auf sicheren Grund sein könnte, soll die Frankfurter Nachhaltigkeitskonferenz erörtern, zu der die Evangelische Kirche und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gemeinsam einladen. An vier Tagen, vom 23. bis zum 26. November, wird es unter dem Titel „Zukunftsfragen“ um die allgemeine Übernutzung unserer Natur gehen, um Klimawandel, Umweltverschmutzung und Biodiversitätsverlust: Sie als „System-Problem“ zu betrachten, sei Ausgangspunkt und Lösungsansatz gleichermaßen, heißt es in der Einladung.

Die Fachleute sollen ihr Wissen und ihre Ideen zusammentragen und diskutieren. Dass ein gesellschaftliches Umdenken notwendig ist, gilt als Grundlage. Wie kann das gelingen? Was können Einzelne bewirken und was muss durch Politik und gesetzliche Rahmenbedingungen geändert werden? Das sind einige Fragen, die die Online-Konferenz behandeln will.

Unter den zahlreichen Teilnehmern ist der eingangs zitierte Christof Schenck ebenso wie die indische Atomphysikerin, Philosophin und Umweltaktivistin Vandana Shiva. Sie will erklären, wie mehr Vielfalt im Ernährungssystem gleich mehrere Krisen lösen könnte. Der Soziologe und Autor Harald Welzer spricht ebenfalls online zu den Zuhörerinnen und Zuhörern. Sein Statement: „Wir brauchen keine Katastrophenszenarien, sondern positive Zukunftsbilder.“

Unter anderen sind Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und die Meeresbiologin Antje Boetius dabei, Angelika Zahrnt vom BUND, Jan Kreutzberg von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, die Geschäftsführerin der Outdoor-Marke Vaude, Antje von Dewitz, der Wuppertaler Oberbürgermeister Uwe Schneidewind, Leute von Attac, Fridays for Future, der Frankfurter Urban Farmer Christoph Graul (Die Kooperative), der Arzt und Comedian Eckart von Hirschhausen (siehe Interview) und viele mehr.

Lokale Initiativen und praktische Beispiele sollen vorgestellt werden, Menschen und Unternehmen, die sich engagieren. Eingeladen sind Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die interessierte Öffentlichkeit. Wie man sich anmelden und auch online beteiligen kann, erklären die Veranstaltenden unter https://zukunftsfragen.online

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