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Frankfurter Mode, aber bitte mit Rücksicht

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Von: Thomas Stillbauer

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Honsellbrücke am Abend. Um die Ecke bei Montez gibt’s dann Open-Air-Kino: „Made in Bangladesh“.
Honsellbrücke am Abend. Um die Ecke bei Montez gibt’s dann Open-Air-Kino: „Made in Bangladesh“. © Monika Müller

Die „Fair Fashion Days“ werben während der Fashion Week für Kleidung, die nicht schadet: mit Open-Air-Kino, Modenschau und mehr.

Es gibt Mode – und es gibt fair produzierte Mode. Um letztere geht’s bei den Frankfurter „Fair Fashion Days“, deutsch: Tage der fairen Mode, vom 20. Juni an, zeitgleich mit der Fashion Week.

Schon am Montag, 13. Juni, beginnt ein Voting, also eine Wahl, bei der es um das beliebteste Fair-Fashion-Outfit gehen soll, also um besonders gelungene Kleidung aus fair produzierter Mode. Die vier fairen Outfits sind zu sehen im Weltladen Bornheim, im Weltladen Bockenheim, im Weltladen Alte Gasse und in der Bürgerberatung in der Altstadt, Hinter dem Lämmchen 6. Dort ist je ein QR-Code, der zur Teilnahme leitet. Zu gewinnen gibt es das siegreiche Outfit, das außerdem bei der fairen Modenschau am 22. Juni dabei ist.

Von der Faser zum Textil

Die faire Modewoche will mit vielen weiteren Veranstaltungen für das Thema begeistern. Dazu zählt etwa die Wanderausstellung „Fashion im Kiez“ (20. Juni bis 3. Juli) in fünf Sachsenhäuser Schaufenstern mit Informationen, aus welchen Materialien unsere Kleider bestehen, wie aus einer Faser ein Textil wird, wer unsere Kleidung näht und, mit Weitblick: wie die Zukunft der Mode aussieht.

Eine Kunstinstallation unter dem Titel „Made by children“ auf dem Spielplatz Schifferstraße und am Diesterwegplatz macht auf das Thema Kinderarbeit aufmerksam. Im Open-Air-Kino am 21. Juni vor dem Kunstverein Familie Montez (Honsellbrücke) läuft der Spielfilm „Made in Bangladesh“: die Geschichte einer Bengalin, die in einer Nähfabrik in Dhaka für einen Hungerlohn unter unzumutbaren Bedingungen arbeitet. Dazu gehört vorab eine Gesprächsrunde zum Film mit Fachleuten. An den fairen Modetagen außerdem geplant: ein Upcycling-Workshop (23. Juni), eine Kleidertauschparty (24. Juni), ein Open-Air-Fair-Fashion-Quiz (7. Juli) und eine Lesung „Leute machen Kleider“(8. Juli).

Veranstalter sind die Lust-auf-besser-leben-gGmbH, die Koordinierungsstelle Fairtrade der Stadt Frankfurt, die Evangelische Kirche Frankfurt und Offenbach, die Katholische Akademie Rabanus Maurus, die Evangelische Studierendengemeinde, der Showroom „Quartier Frau“ und Engagement Global. Infos: https://frankfurtnachhaltig.de/kampagnen/fair-fashion-days

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