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Frankfurter Hauptwache vor Umgestaltung: Das sind die Pläne des Magistrats

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Von: Georg Leppert

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Die Hauptwache in Frankfurt. (Archivbild)
Die Hauptwache in Frankfurt. (Archivbild) © rheinmainfoto/Imago

Das Vorhaben von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sieht keinen Deckel über dem Treppenabgang der Hauptwache mehr vor. Eine Einigung ist in Sicht.

Der Frankfurter Magistrat hat am Freitag die Umgestaltung des Platzes an der Hauptwache beschlossen. Wie die FR bereits am Donnerstag berichtet hatte, sehen die neuen Pläne keinen Deckel über dem riesigen Treppenabgang mehr vor. Vielmehr soll die trichterförmig angelegte Fläche zu einer „städtischen Bühne mit Aufenthaltsqualität und besonderem Charakter werden“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Geplant sind demnach zahlreiche Sitzgelegenheiten, von denen aus sich kleinere Veranstaltungen am Eingang zur B-Ebene verfolgen lassen. Mit Bäumen und Pflanzen soll der Platz zudem aufgewertet werden.

Frankfurt: Streit über Deckel über der Hauptwache

Die Frankfurter Stadtverordneten müssen der nun verabschiedeten Vorlage noch zustimmen. Doch allzu viel Streit dürfte es im Parlament nicht geben. Auch die CDU, die einen Deckel über dem Treppenabgang gefordert hatte, zeigte zuletzt Bereitschaft für neue Lösungen. Zumal sich die vor zehn Jahren beschlossene Überdachung erst in frühestens zehn Jahren realisieren ließe.

So lange dauert die Sanierung der B-Ebene. Und auch aus der Wirtschaft kommen positive Signale. Die IHK sprach von einem „Paukenschlag der neuen Stadtregierung“, der nun schnell umgesetzt werden müsse, „um die dringend erforderliche Aufwertung der Innenstadt“ einzuleiten. In die Umgestaltung des Platzes würden Verbände aus der Wirtschaft einbezogen, versicherte Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP). (Georg Leppert)

Die Kontroverse

In Frankfurt gab es lange Streit um eine „Überdeckelung“ der Hauptwache. Während Planungsdezernent Mike Josef (SPD) einen Deckel für das Loch an der Hauptwache für teuer und unnötig hält, forderte die Frankfurter CDU lange eine Deckelung.

Streitpunkt waren auch die zwischen 77 und 234 Millionen Euro, welche für den Bau veranschlagt wurden. Außerdem kritisierten Josef und die SPD einen Bau des Deckels als aus statischen Gründen schwierig und „wahnsinnig aufwendig“.

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