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Nathaniel Ritter sitzt seit April im Frankfurter Stadtparlament.
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Nathaniel Ritter sitzt seit April im Frankfurter Stadtparlament.

Neue Stadtverordnete

Frankfurter Kommunalpolitik in vollen Zügen

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Der FDP-Stadtverordnete Nathaniel Ritter mutet sich viel zu. Nun ist er auch noch stellvertretender Fraktionsvorsitzender in Frankfurt.

Es mag Stadtverordnete geben, die sich den Parlamentsbetrieb erst einmal ansehen. Die sich in die hinterste Fraktionsbank setzen und genau beobachten, wie die alten Hasen so agieren. Die dann nach einem Jahr vielleicht mal eine Rede zu einem eher unspektakulären Thema halten. Und die es später womöglich auch einmal mit einem Beitrag in die Presse schaffen. Diese Stadtverordneten mag es geben. Es gibt aber auch Nathaniel Ritter, 23 Jahre alt. Stadtverordneter der FDP.

Seitdem die FR den jungen Mann in dieser Serie zum ersten Mal vorgestellt hat, ist einiges passiert. Es wurde zum Beispiel ein Koalitionsvertrag verhandelt. Natürlich saß Ritter mit am Tisch. Dann drohte die Vereinbarung zu scheitern. Ritter war in der „Nacht von Zeilsheim“ selbstverständlich dabei, und er saß gewiss nicht ganz hinten im Bürgerhaus. Dann wurde nachverhandelt – mit Ritter. Und schließlich suchte die FDP noch einen neuen Fraktionsvorstand. Ritter ließ sich zum Stellvertreter wählen. Zur Erinnerung: Der Jurastudent sitzt gerade einmal seit drei Monaten im Stadtparlament. Im Herbst will er Examen machen. Womöglich würden andere Leute deshalb politisch jetzt etwas kürzer treten. Andere Leute halt. Nicht Ritter.

Die Serie

49 der 93 Frankfurter Stadtverordneten sind neu im Parlament. Was trieb sie in die Politik, was wollen sie dort erreichen? Die Frankfurter Rundschau hat sechs der Neulinge bereits kurz vorgestellt und wird in den kommenden Monaten regelmäßig über sie berichten.

Vorgestellt wird die Arbeit der Stadtverordneten Simon Witsch (SPD), Daniela Mehler-Würzbach (Linke), Martin Huber (Volt), Sara Steinhardt (CDU), Mirrianne Mahn (Grüne) und Nathaniel Ritter (FDP). sky

Spannend seien die vergangenen Wochen gewesen, spannend, lehrreich, aber auch ungemein anstrengend, räumt der Stadtverordnete ein. Gemeinsam mit Uwe Schulz handelte Ritter für die FDP den Abschnitt zu Recht und Sicherheit aus. Das Ergebnis, sagt er selbstbewusst, könne sich sehen lassen. Dass die CDU unlängst kritisierte, die neue Koalition kümmere sich nicht um die Sicherheitspolitik, hält er für großen Stuss. Das neue Regierungsbündnis stärke die Sicherheit in Frankfurt, etwa durch Förderung der Stadtpolizei.

Und doch hatte Ritter Verständnis dafür, dass der Vertrag innerhalb der FDP umstritten war. Er bekam es ja mit. Die Jungen Liberalen, in deren Landesvorstand er sitzt, zählten zu den größten Kritikerinnen und Kritikern. Ritter selbst forderte keine Nachverhandlungen, das wäre angesichts seiner Beteiligung an den Koalitionsgesprächen auch merkwürdig gewesen. Dass die FDP noch eine Runde mit Grünen, SPD und Volt drehte, sei aber gut und richtig gewesen, sagt er heute.

Neu aufgenommen wurde etwa das Ziel, 2024 zu einem ausgeglichenen Haushalt zu kommen, und dieser Punkt ist Ritter wichtig. Bei seiner ersten Rede im Stadtparlament – die er selbstverständlich auch schon hinter sich hat – ging er auf die junge Generation ein, die durch die Haushaltspolitik eben nicht belastet werde. Kämmerer Uwe Becker (CDU) hatte zuvor anderes behauptet. Ritter, der noch nicht geboren war, als Becker erstmals im Stadtparlament saß, spottete, der Kämmerer habe den Finanzierungsvorbehalt übersehen.

Angst vor Attacken auf die CDU habe er jedenfalls nicht, sagt Ritter. Man glaubt es ihm.

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