1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurter Koalition will Solaroffensive

Erstellt:

Von: Thomas Stillbauer

Kommentare

Solar soll drauf auf jedes Dach.
Solar soll drauf auf jedes Dach. © Rolf Oeser

Grüne, SPD, FDP und Volt starten einen Vorstoß zum Ausbau der Sonnenenergie. Helfen soll auch die Teilnahme am „Wattbewerb“.

Auf eine „Solaroffensive für Frankfurt“ haben sich die Koalitionsfraktionen von Grünen, SPD, FDP und Volt am Donnerstag geeinigt. In einer gemeinsamen Presseerklärung kündigen sie an, den Ausbau der Solarenergienutzung zu beschleunigen.

„Bis möglichst 2035“ sollen auf allen privatem Dachflächen, auf denen das möglich ist, Photovoltaik- und/oder Solarthermieanlagen „in Betrieb genommen werden können“, heißt es in einem von zwei Anträgen der Fraktionen. Alle wichtigen Informationen dazu sollen „auf möglichst einer einzigen und einfach auffindbaren Internetseite der Stadt gebündelt“ bereitstehen.

Der Magistrat soll zudem kostenlose Beratung und ein Förderprogramm für Solaranlagen anbieten. Darüber hinaus soll er eine „effiziente und zielgerichtete Kampagne zur Information der privaten Haushalte, Unternehmen und Vereine“ starten, fordern die vier Fraktionen gemeinsam.

Einen Schub für die Sonnenkraftnutzung soll auch die Teilnahme am „Wattbewerb“ bringen. In dem bundesweiten Wettbewerb versuchen mehr als 200 Städte, ihre installierte Photovoltaikleistung je Einwohnerin und Einwohner möglichst schnell zu verdoppeln. Das sei „in Zeiten explodierender Energiekosten besonders wichtig“, betont Roger Podstatny (SPD).

Es gelte, „die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren, die Energiekosten zu begrenzen und die Klimakrise in den Griff zu bekommen“, sagt David Edelmann (Grüne). Julian Langner (FDP) nennt es wichtig, dass „kleine und mittlere Unternehmen die Bürger:innen und Unternehmen möglichst effizient unterstützen, die erforderlichen Anlagen zu installieren“. Die Stadt wolle Know-how zusammenführen. Martin Huber (Volt) berichtet, Frankfurt habe sich Anregungen etwa bei Köln als „Vorreiter“ geholt. Über die beiden Anträge sollen die parlamentarischen Gremien im September beraten. ill

Auch interessant

Kommentare