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Teilnehmer der Kinder-Uni.

Bildung

Frankfurter Kinder-Uni endet

Zum Abschluss der Vortragsreihe für wissenschaftlich interessierte Kinder geht es um Antibiotika und pupsende Bakterien.

Von Valerie Eiseler 

Wie groß ist eigentlich ein Bakterium?“ Diese Frage ist auch für Erwachsene gar nicht so leicht zu beantworten. Daher muss sich der Chemiker und Biologe Professor Helge Bode auch ein Gedankenspiel einfallen lassen, um es den Kinder-Studis zu erklären.

„Wenn ich so groß wie der Messeturm wäre, dann wäre ein Bakterium immer noch nur so groß wie ein Sandkorn.“ Tatsächlich legen Bode und sein Professoren- Kollege Martin Grinninger viel Wert darauf, den Kindern anschaulich zu erklären, um welche Größenverhältnisse es bei Bakterien geht. Obwohl die im Prinzip zwar aussähen wie Lufballons, zeigt Bode, bräuchte es ungefähr eine Milliarde Bakterien, bis man sie überhaupt mit dem bloßen Auge erkennen könne.

Dabei hält er Petrischalen mit Bakterienkulturen, abgenommen vom Smartphone oder auch dem eigenen Gesicht, hoch. Aber auch vor Lebensmitteln machen die kleinen Racker nicht halt.

„Ich wusste gar nicht, dass Bakterien überall drin sind, so auf der Haut und im Käse!“, staunt die zwölfjährige Elisabethenschülerin Lotta nach der Vorlesung. Da ist sie nicht alleine, denn Bodes Erklärung, dass Bakterien „die Löcher in den Käse pupsen“, löst im rappelvollen Audimax der Goethe-Universität ein schockiertes Gelächter aus. Fragt sich, wer von den jungen Studis nach der Vorlesung noch freudig ins Käsebrot beißen kann.

Wie man die weniger netten Bakterien wieder loswird, das erklärt Dozent Grinninger mit Hilfe von animierten Filmen. „Die fand ich am besten!“, meint Sechstklässler Miguel.

Die Animation zeigt, wie manche Bakterien Antibiotika herstellen, um sich andere Bakterien vom Leib zu halten. So können wir Menschen uns die Antibiotika zunutze machen, um Krankheiten zu heilen.

Daher ist es auch die Mission der beiden Wissenschaftler, nach weiteren Antibiotika zu suchen. „Ich hoffe, wir sehen uns in zehn Jahren!“, beendet Bode die Vorlesung, und womöglich behält er da bei einigen der begeisterten Kinder-Studis auch recht.

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